Neustart für Geburtshilfe

Auch wenn es jetzt vier neue Hebammen an der Kreisklinik gibt: Am Ende entscheiden die Schwangeren, ob sie dort entbinden wollen.

Das Damoklesschwert über der Geburtshilflichen Abteilung an der Wolfratshauser Kreisklinik hängt nicht mehr ganz so tief: Vier neue Hebammen wurden mittlerweile eingestellt. Sie sollen neue Impulse in die wegen geringer Geburtenzahlen gebeutelte Abteilung bringen.

Auf Nachfrage des Gelben Blattes bestätigte Kreisklinik-Geschäftsführer Hubertus Hollmann, dass zum 1. August vier neue Hebammen anfangen. Zuletzt hielten zwei Geburtshelferinnen die Stellung, eine davon kündigte allerdings. Seit Wochen suchte die Klinikleitung intensiv nach neuem Personal – und wurde fündig. Entsprechend gelöst zeigte sich Hollmann: „Ich bin froh, dass sich nun solch eine Chance geboten hat.“ Zu möglichen neuen Ausrichtungen in der Abteilung wollte sich der Geschäftsführer indes noch nicht äußern. Eine Pressekonferenz sei für Mitte September avisiert. Bis dahin sollte das neue Team die Gelegenheit haben, sich inhaltlich abzustimmen, betonte Hollmann. Und: „Das Team braucht jetzt Zeit um zusammen zu wachsen.“ Das Quartett an Geburtshelferinnen sei hoch motiviert für seine neue Aufgabe an der Wolfratshauser Klinik. Und jede der neuen Hebammen habe neue Vorstellungen, die es nun zu bündeln gelte. Ob sich damit das Kernproblem an der Geburtshilflichen Abteilung lösen lässt, bleibt abzuwarten. Wie berichtet, leidet die Kreisklinik schon lange unter einer zu schwachen Geburtenrate. Zuletzt rund 150 pro Jahr. Und ob es künftig mehr „Wolfratshauser Kindl“ geben wird, entscheiden letztendlich die Schwangeren selbst. Nach Informationen unserer Zeitung haben die neuen Hebammen bereits am Montag am regelmäßig stattfindenden Info-Abend für Schwangere teilgenommen.

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