Nicht zutreffend informiert

Unzureichend informiert seien all jene, die die Kritik der Grünen an der Jugendarbeit im Jugendtreff La Vida als diskreditierend erachtet hatten. So zumindest die Ansicht des Wolfratshauser Grünen-Ortsverbandes. Dessen Sprecher Rudi Seibt reagierte mit einer Stellungnahme auf die anhaltende Protestwelle, die im Nachklang zur Grünen-Ortsverbandssitzung ihren Lauf nahm (wir berichteten). Seibts Tenor: Das Thema Jugendarbeit gehört umfassend aufgearbeitet, um Wege für Verbesserungen zu suchen.

Immer wieder sei das Jugendzentrum La Vida Gegenstand von Diskussionen in den städtischen Gremien gewesen: Zu Zeiten, als es noch in der Littig-Villa untergebracht war oder zuletzt im Rahmen der Finanzkrise als potenziell einzusparende Haushaltsstelle. Und auch die Grünen selbst, so ergänzt Seibt, hätten spätestens seit der Wiederbelebung des Ortsverbandes im Zuge der jüngsten Kommunalwahl im Verband und Sprecherkreis über die Wolfratshauser Jugendarbeit gesprochen. Die Kernfragen dabei: „Warum hat das Jugendzentrum wenig Zuspruch von den Jugendlichen?“ Ziel der Diskussionen sei stets gewesen, Wege für Verbesserungen zu finden. Seibt: „Verbesserungen, die immer und in jedem Projekt möglich sind.“ Laut Seibt besteht Konkurrenz zwischen den zahlreichen Trägern von Jugendarbeit, „seien es Sportvereine oder die Kirchen, Feuerwehr und Schützenvereine oder Pfadfinder. Und es gebe auch Stimmen, die das Geld für das städtische Jugendzentrum lieber einsparen wollten, durchaus zugunsten der Vereine. Seibt erinnert in seiner Stellungnahme daran, dass Hans Schmidt für den Grünen-Ortsverband gemeinsam mit Stefan Pszolla und der Grünen-Stadträtin Barbara Kerschbaumer am 20. Januar ein Gespräch mit den Leitern des Jugendzentrums geführt habe. Thema seien unterschiedliche Konzepte der offenen Jugendarbeit gewesen. Dabei habe große Übereinstimmung in den Bereichen der vorsorgenden Jugendarbeit – Beratungsgespräche, Jugendsozialarbeit an Schulen, Projekt Soziales Lernen und der Mobilen Jugendarbeit – bestanden. „Auch hinsichtlich der zu geringen personellen und finanziellen Ausstattung.“ Laut Seibt habe man bereits im vergangenen Jahr eine Podiumsdiskussion angeregt, um die Ansätze der offenen Jugendarbeit öffentlich zu diskutieren. Dabei hätten Vertreter aus den Jugendzentren in Geretsried (Saftladen) und Wolfratshausen (La Vida) mit Jugendlichen diskutieren können. Das sei Stadtjugendpfleger Fritz Meixner auch vorgeschlagen worden. Auch sei eine Aktualisierung der Bedarfsanalyse von 2008 zum Thema „Bedürfnisse der Wolfratshauser Jugendlichen“ wünschenswert. Seibt zu diesen Initiativen: „Bisher fehlte hierzu wohl bei allen die Zeit und Kraft.“ Abschließend nimmt Seibt Bezug auf das Ortsverbandstreffen vom 7. April mit dem Thema „Unterschiede der Ansätze der offenen Jugendarbeit in Jugendzentren“. Dieses Thema sollte „eigenverantwortlicher, breiter und selbstgestalteter sein“

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