Nordlandkreishallenbad: Stadtrat setzt weiter auf Variante L

Bad-Planung in Entwurfsfassung bringen

Geretsrieder – Geretsried hält weiter an der Absicht fest, ein Schulsportbad zu errichten. Der Stadtrat will die Variante „L“ des geplanten Nordlandkreis-Hallenbads nun in die Entwurfsplanung bringen, zuvor aber noch nach Optimierungsmöglichkeiten suchen.

Das Gremium verständigte sich bei seiner letzten Sitzung in diesem Jahr auch auf eine gesonderte Kostendarstellung der möglichen Sauna. Auch wenn Icking inzwischen eine Beteiligung abgelehnt hat und sich viele kritische Stimmen etwa in Wolfratshausen und im Kreistag mehren – Bürgermeisterin Irmer meint jedenfalls, eine positive Tendenz zum interkommunalen Schulterschluss zu erkennen. Sie betonte abermals, dass man ein reines Schulsportbad bauen wolle. Fälschlicherweise heiße es allzu oft, dass Schulen gar nicht mehr zum Schwimmen gehen müssten. Dazu lieferte Irmer Auszüge aus den Lehrplänen von Grundschulen, Mittel-, Realschulen und Gymnasien. Insbesondere von der fünften bis zur zwölften Jahrgangsstufe sei Schwimmunterricht kontinuierlicher Bestandteil des Lehrplans. „Und das ist sinnvoll und richtig“, denn immer noch könnten zu viele Kinder und Erwachsene nicht schwimmen. Irmer nannte es eine Pflicht der Gemeinden und des Landkreises, hier mit dem Badneubau gegenzusteuern. „Das ist eine Pflichtaufgabe, keine freiwillige Leistung.“ Gleichzeitig ließ Irmer einen Ausschnitt aus einem Aktenvermerk verteilen. Gegenüber Herbert Kommnick, der für Schulen zuständige Abteilungsleiter des Hauptamtes am Landratsamt, hätten demnach Regierungsvertreter mitgeteilt, dass trotz einer Förderung für das Schwimmbad weitere Förderkontingente etwa für eine neue Turnhalle vorhanden wären. Irmer: „Wenn der Landkreis Fördermittel für das Bad abgreift, ist das nicht schädlich für andere Sportstätten.“ Stadtarchitekt Christian Müller musste die Details der Planungen im Stadtrat freilich nicht mehr erläutern: Die Stadträte hatten ja schon im September ein eindeutiges Votum für die so genannte große Variante L abgegeben. Er skizzierte indes einen nun angedachten Zeitrahmen für das weitere Vorgehen. Demnach solle nach Heilig Drei König der Arbeitskreis Hallenbad tagen und nach Optimierungsansätzen etwa für Tragwerk, Außenhülle, Gebäudegestaltung, technische Ausrüstung und Energieversorgung abklopfen. Sodann könnte die Vorentwurfsplanung in eine Entwurfsfassung samt Kostenrechnung gebracht werden. Nach einer neuerlichen AK-Runde könnte der Stadtrat im März dann einen Baubeschluss fassen. Explizit sollen dann aber die Kosten für die ebenfalls angedachte Sauna aus der Kostenrechnung herausgerechnet und eigens geführt werden. Dieses Vorgehen segnete der Stadtrat schließlich einstimmig ab. Damit aber nicht genug. Denn nach der Abstimmung verlor Robert Lug (FW) dann doch noch ein paar Worte zum Thema. Er kritisierte, dass der Landkreis über das Schwimmbad in der Tölzer Realschule seiner Pflicht nach Infrastruktur zum Schulschwimmsport nachkomme, aber eben nur für den Südlandkreis. Was Ex-Kreisrat Volker Reeh (CSU) dann schon richtigstellen wollte: „Dieses Bad wird ausschließlich von Schulen genutzt, nicht von der Öffentlichkeit.“ Dennoch: Bürgermeisterin Irmer griff Lugs Gedanken ebenfalls auf, als sie kommentierte, dass der Landkreis dort eben erkannt habe, „dass es eine Notwendigkeit gibt, Wasserflächen für den Schulsport bereit zu halten – das dauert für den nördlichen Teil des Landkreises aber eben etwas länger.“ Thomas Kapfer-Arrington

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