Kreisverkehrswacht-Aktion „Nur einmal zu schnell“

Hauptunfallursache: überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit

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Das Plakat der Landesverkehrswacht hat das Thema „Nur einmal zu schnell“. Es soll abschreckend auf Autofahrer wirken, die mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs sind.

Landkreis - Das neue Straßenplakat der Landesverkehrswacht Bayern hat heuer das Thema „Nur einmal zu schnell“. Drauf ist ein Mann mit einer Beinprothese zu sehen, der auf einem Laufband trainiert. Die Aktion soll Autofahrer wachrütteln mit angepasster Geschwindigkeit zu fahren.

Ilka Fottner findet das Plakat der Landesverkehrswacht Bayern gut: Bei der Aktion  „Nur einmal zu schnell“ verweist diese nämlich auf schwere Unfallfolgen durch überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit. Daher hat die Vorsitzende der Kreisverkehrswacht Bad Tölz-Wolfratshausen das dazugehörige Straßenplakat an folgenden Standorten im Landkreis anbringen lassen: auf der B472 bei Reichersbeuern, der B13 bei Lenggries, der Staatsstraße 2072 bei Hechenberg, im Feriengebiet Ammerland (Staatsstraße 2065) sowie bei Geretsried auf der B 11.

Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur und des Deutschen Verkehrssicherheitsrates  geben zwei von drei Autofahrern zu, sich häufig oder hin und wieder nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit zu halten (61 Prozent) oder den nötigen Sicherheitsabstand nicht einzuhalten (36 Prozent).

In Bayern war 2019 überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit die Ursache für 136 und damit rund 27 Prozent aller tödlichen Verkehrsunfälle (2018: 176). Überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit ist nach wie vor die Hauptunfallursache für tödliche Verkehrsunfälle.

Die regionale Kreisverkehrswacht möchte die Verkehrsteilnehmer vor einer unangepassten und verantwortungslosen Fahrweise und ihren Folgen warnen und gibt Tipps damit niemand zu Schaden kommt: "Achten Sie auf das Einhalten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit, den Straßenverlauf und die Beschilderungen am Straßenrand und passen Sie die Fahrweise rechtzeitig an", betont Ilka Fottner.

"Viele Verkehrsteilnehmer lassen sich im Stress dazu verleiten, Regeln zu missachten und sich rücksichtslos zu verhalten. Im Straßenverkehr ist stets eine angepasste Fahrweise und viel Gelassenheit gefragt. Fahren Sie daher rechtzeitig los und planen Sie bei längeren Fahrten ausreichend Zeit für Pausen ein, damit Sie sicher und ausgeruht am Ziel ankommen."

Bei Tempo 80 kommt ein Pkw nach Einleitung einer Gefahrenbremsung auf trockener Fahrbahn nach rund 57,5 Metern zum Stehen. "Halten Sie daher stets ausreichend Sicherheitsabstand zu den vorausfahrenden Fahrzeugen, damit Sie in einer Gefahrensituation Ihr Fahrzeug sicher abbremsen können", rät Fottner weiter. Ebenso sollten Autofahrer bei nasser oder glatter Fahrbahn auf genügend Abstand achten. dwe

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