Kling folgt auf Ringer

Ortsverband der Grünen wählt neuen Vorstand

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Wünschen sich mehr Mitglieder: der neue Ortsverbandsprecher Michael Kling und die designierte Geretsrieder Bürgermeisterkandidatin Martina Raschke.

Geretsried – Vor zwei Jahren übernahm Professor Dr. Detlev Ringer das Sprecheramt beim Ortsverband der Grünen. Nun übergab der Stadtrat diese Aufgaben an Michael Kling.

Innerhalb von wenigen Minuten wählten die zehn erschienenen Mitglieder per Akklamation einstimmig den 59-jährigen selbstständigen Anästhesisten Michael Kling zum neuen Ortssprecher. Unterstützt wird er von Schriftführer Horst Haslach sowie den beiden Beisitzern Stephanie Kern und Thomas Martin. Professor Dr. Detlev Ringer, der den Ortsverband zwei Jahre geleitet hatte, übernimmt den Posten des stellvertretenden Schriftführers.

Vor den Wahlen legte Ringer einen kompakten Rechenschaftsbericht ab. So sprachen Referenten in dem von ihm etablierten Info-Treff Glyphosat-Gefahren, Flächenfraß, S-Bahn-Verlängerung und Klimaschutz an. Die Mitgliederzahl des Ortsverbands stieg innerhalb seiner Amtszeit von sechs auf mittlerweile 23 an. Der neugewählte Sprecher Michael Kling will diesen positiven Trend weiter vorantreiben. „In zwei Jahren wollen wir 50 Mitglieder haben“, gab er vor. Um diese ehrgeizige Zielvorgabe zu erreichen, müsse die Außendarstellung und das politische Engagement aller Geretsrieder Grünen weiterhin optimiert werden. „Wie wäre es, wenn jedes Mitglied noch Freunde zu Ortsversammlungen und Info-Abenden mitbringt?“, schlug er vor. Selbstverständlich sei es auch erlaubt, in vertrauter Runde Utopien zu entwickeln. „Die müssen wir aber auch nach außen tragen“, forderte Kling. Einem gemeinsamen Kuschelkurs mit der CSU erteilte der neue Vorsitzende eine klare Absage. Kreisverbandssprecher Alexander Müllejans verwies darauf, dass sich nicht die Grünen den Christsozialen angenähert hätten, sondern der bayerische Ministerpräsident Markus Söder viele Ideen der einstigen Protestpartei übernommen habe. Den Mitgliederzuwachs im Geretsrieder Ortsverband nahm er wohlwollend zur Kenntnis. „Ich finde die Entwicklung toll“, lobte Müllejans. Er empfahl den Geretsriedern, trotz aller Anstrengungen mit Freude in den Wahlkampf zu ziehen. „Es darf auch Spaß machen“, erklärte der Beuerberger. Peter Herrmann

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