Wahlkampf per sozialer Medien

SPD Ortsverein Lenggries will für Gemeinderat und Bürgermeisteramt kandidieren

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Vorsitzender Tobias Raphelt begrüßt Sabine Gerg als jüngstes Mitglied des Lenggrieser SPD-Ortsvereins.

Lenggries – Der Zuspruch von lediglich drei Mitgliedern neben der Vorstandschaft bei der Jahres-Hauptversammlung des Lenggrieser Ortsvereins der SPD am vergangenen Montagabend war schon sehr mau. Dennoch machte der Erste Vorsitzende Tobias Raphelt unmissverständlich klar: „Wir wollen bei den Gemeinderatswahlen im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder eine Liste aufstellen und zudem suchen wir auch einen Bürgermeister-Kandidaten der Partei.“

Bei jeweils fünf Aus- und Eintritten im Jahr 2018 zählt der Isarwinkler Ortsverein nach wie vor 32 Köpfe. Neu hinzugekommen ist vor allem jüngst Sabine Gerg, der im Rahmen des Treffens offiziell das rote Parteibuch überreicht wurde. Wie bereits berichtet hat die Lenggrieser SPD für ihre Liste zu den nächsten Kommunalwahlen die Einladung an interessierte, parteifreie Bürger ausgesprochen, hier zu kandidieren. „Diese Aktion ist bereits sehr positiv aufgenommen worden“, betonte der Raphelt. Unter anderem hat sich dabei auch das jüngste Mitglied gemeldet. Die Sozialpädagogin war von der Arbeit des Ortsvereins so angetan, dass sie jetzt nicht nur für den neuen Gemeinderat kandidieren will, sondern auch noch der Partei beitrat.

„Nicht einverstanden mit der Art und Weise der Vorgänge“, die zur aktuellen Krise der Bundes-SPD führten, zeigt sich Raphelt und konstatierte: „Wir können nicht darauf hoffen, dass wir von oben Antworten auf unsere Fragen bekommen. Wenn wir künftig eine Chance haben wollen, dann muss die Erneuerung von der Basis kommen. Deshalb ist auch die Arbeit in den Ortsvereinen so wichtig.“ Er sieht hier mehr Transparenz bei politischen Entscheidungen in der Gemeinde und vor allem die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in erster Linie für junge Familien als vordringlichste Aufgaben. Denn, „wir kennen doch die Grundstückspreise hier. Bei uns kann eigentlich nur noch der Bauen, der geerbt hat. Aus eigener Hände Arbeit ist das nicht mehr zu schaffen.“

Und vor Arbeit scheut offenbar auch Neumitglied Sabine Gerg nicht zurück, die sich bereit erklärt hat, zur Wahlwerbung für die kommenden Kommunalwahlen, zur Werbung einen Image-Videoclip des Ortsvereins zu drehen, der dann in den sozialen Medien eingestellt werden soll. „Das ist besonders wichtig für junge Wähler, die auf Dinge in den sozialen anspringen“, führte Raphelt aus. Des Weiteren bat er die Ex-Ratsmitglieder Luise Gams und Dr. Karl Probst um Unterstützung, für ein weiteres Projekt. Zu dem Thema „Was muss ich eigentlich als Gemeinderat tun?“ will er eine Informations-Veranstaltung für interessierte Bürger ins Leben rufen.

Raphelt selbst plant zudem auf der SPD-Liste für die kommenden Kreistags-Wahlen anzutreten und sagte: „Ich wäre froh, wenn sich hierfür noch ein, zwei weitere Kandidaten finden würden. Schon alleine deswegen, damit der Altlandkreis Bad Tölz dort besser vertreten ist.“

Nachdem Beisitzer Paul Berchtold aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nicht mehr ausführen kann, beschloss die Versammlung den Posten bis zur nächsten ordentlichen Vorstandswahl nicht zu besetzen. Unter den zahlreichen zur Versammlung nicht erschienenen Mitgliedern war auch das SPD-Urgestein Fritz Hartl. Er hätte nämlich bei dem Treffen für seine 50-jährige Mitgliedschaft in der Partei geehrt werden sollen. ejs

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