Ein paar Joints zu viel

Eurasburger wegen Trunkenheit im Verkehr und BTM-Besitz verurteilt

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Verstoß gegen Betäubungsmittel: Angeklagter bekommt  Bewährungsstrafe für ein Jahr und fünf Monate sowie den Führerschein für drei Monate entzogen.

Eurasburg – Reichlich Betäubungsmittel konsumierte eine mittlerweile 33-Jähriger Handwerker am Osterwochenende des vergangenen Jahres. Als er einen Tag nach dem Ostermontag in eine Verkehrskontrolle geriet, konnte die Polizei Spuren von Kokain und Cannabis in seinem Blut nachweisen. Seine letzten zwei Joints will der Angeklagte einige Stunden vor der Fahrt geraucht haben. Die Verhandlung fand nun erst über ein Jahr später am Amtsgericht statt.

„Es fiel mir auf, dass der Autofahrer stark zitterte und seine Augenlider flatterten“, erklärte der Polizist vor dem Amtsgericht. In der Wohnung des Angeklagten stießen die Drogenfahnder auf etwa 94 g Haschisch, das zu Platten gepresst war, und weitere 17 Gramm Marihuana. Die Betäubungsmittel erstand der Eurasburger zu einem günstigen Preis bei einem Münchner Händler.

„Das war für den Eigenkonsum bestimmt“, gab der 33-Jährige zu. Er berichtete, dass er nach vierjähriger Drogenabstinenz bei einer Silvesterfeier in München rückfällig wurde und seither neben Kokain auch Cannabis konsumiert habe. „Ich habe pro Woche etwa fünf Gramm gebraucht“, erzählte der Handwerker. Als er am Abend des 23. April 2019 das Polizeiauto auf der Eurasburger Hauptstraße erkannte, änderte er die Fahrtrichtung und bog dann in einen kleinen Weg ein. Dort stellte ihn ein Polizist. Ein toxikologischer Gutachter bestätigte in der Verhandlung, dass starkes Zittern und Augenlidflattern typische Symptome für Autofahrer seien, die zuvor Cannabis genommen haben.

Aufgrund zweier Vorstrafen – unter anderem wegen Waffenbesitz und Trunkenheit am Steuer – beantragte der Staatsanwalt eine Haftstrafe von einem Jahr und acht Monaten, die auf Bewährung ausgesetzt werden könne. Zudem empfahl er eine Geldauflage in Höhe von 2.800 Euro, ein Drogenscreening und einen dreimonatigen Führerscheinentzug.

Richter Helmut Berger folgte jedoch dem Antrag von Rechtsanwalt Peter Guttmann. So reduzierte er die Bewährungsstrafe auf ein Jahr und fünf Monate und den Führerscheinentzug auf drei Monate. Als Auflage muss der Angeklagte 2.000 Euro an die Bergwacht Bad Tölz entrichten. Der Verurteilte nahm das Urteil sofort an. „Ich bin froh, dass diese Verhandlung vorbei ist und werde in Zukunft brav bleiben“, versprach der Angeklagte gegenüber dem Amtsgericht. ph

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