„Pamukkale“-Besitzer Ramazan Ünsal will das Alte Krankhaus sanieren

Auf eigene Kosten

+
Altes Krankenhaus

Wolfratshausen – In Sachen Altes Krankenhaus in Wolfratshausen kommt wieder Bewegung ins Spiel. Ramazan Ünsal, Besitzer des Dönerlokals „Pamukkale“ am Bahnhof, will das denkmalgeschütze Haus auf eigene Kosten sanieren – das bestätigte er gegenüber dem Gelben Blatt.

In einem Schreiben ans Rathaus, das auch der Redaktion vorliegt, beschreibt er sein Anliegen. Ünsal bedauert den Zustand des Alten Krankenhauses an der Sauerlacher Straße 15. Täglich geht er auf dem Weg zu seinem Lokal, das an der gleichen Straße liegt, daran vorbei. Nun machte er der Stadt eine Offerte: „Ich will das Gebäude zu einem Schmuckstück machen.“ Dazu will er das Alte Krankenhaus sanieren, auf eigene Kosten. 

Ünsal will sozial verträgliche Mieten

Was ihm wichtig ist: „Die Wohnungen sollen erhalten bleiben und soweit möglich modernisiert werden.“ Dem „Pamukkale“-Besitzer liegen dabei vor allem sozial verträgliche Mieten am Herzen, wie er in dem Schreiben an Wolfratshausens Bürgermeister Helmut Forster hervorhebt. Die Sanierung (innen und außen) würde Ünsal soweit als möglich „in bewohntem Zustand“ durchführen. Nicht alle Bewohner sollten ausziehen müssen, lediglich für die betroffenen Wohnungen solle Ersatz beschafft werden. „Nach der Sanierung können die Bewohner wieder einziehen“, sagte er. Die Fassaden-Sanierung will er freilich in Absprache mit dem Landesamt für Denkmalschutz durchführen. Ünsal könnte sich vorstellen, das Vorhaben „analog der Vorgehensweise beim Alten Vermessungsamt in Erbpacht zu realisieren“. Details will er nun in einem Gespräch mit Forster klären. Der erklärte, dass das Gebäude derzeit nicht zum Verkauf steht.  Allerdings zeigt er sich offen: „Es kommt auf die konkreten Pläne an.“ 

Ausschreibung nötig

Im Falle eines Verkaufs müsste der Komplex ausgeschrieben werden. Der Bebauungsplan sieht vier bis fünf Vollgeschosse vor. „Das wollen wir auf maximal vier Vollgeschosse reduzieren“, betonte Forster. Überdies sei geplant, das Grundstück in Richtung Floßkanal zu verkleinern und den Radweg zurückzusetzen, „um die Schulwegsicherheit und die verkehrliche Situation zu verbessern“. Das Bebauungsplanverfahren wird aber noch Zeit in Anspruch nehmen: Mindestens ein Jahr. Ralf Fastner

Auch interessant

Meistgelesen

Spiel, Spaß, Kabarett und viel Musik
Spiel, Spaß, Kabarett und viel Musik
Interfraktionell Weichen gestellt
Interfraktionell Weichen gestellt
Literarisches Hängenlassen
Literarisches Hängenlassen
Jakobus-Sonnenuhr soll auferstehen
Jakobus-Sonnenuhr soll auferstehen

Kommentare