„Politisch reif genug“

Peter Eibl wird neuer Königsdorfer CSU-Gemeinderat 

Vereidigung von Peter Eibl
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Vereidigung: Peter Eibl (CSU) sprang für den ausgeschiedenen Gemeinderat Florian Rausch ein.

Königsdorf– Mit 32 Jahren gehört Peter Eibl zu den jüngsten Gemeinderäten in Königsdorf. Erst vor wenigen Wochen hatte der Versuchs- und Entwicklungsingenieur das Amt von Florian Rausch übernommen.

Keine leichte Aufgabe in einer Zeit, in der Coronabedingt massive Einschnitte zu befürchten sind. Dennoch will der gebürtige Königsdorfer alles daransetzen, für die Gemeindebürger das Beste aus der Situation zu machen.

Die Kommunalwahl liegt zwar erst zehn Monate zurück. Dennoch gibt es Veränderungen im Königsdorfer Gemeinderat. Zwei Tage vor Heilig Abend wurde Peter Eibl als neues Mitglied des Gremiums vereidigt. Er löst Florian Rausch ab. Der Rettungsassistent bat, sein Mandat „aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen“ niederlegen zu dürfen, wie Geschäftsleiter Andreas Baumann in der letzten Sitzung des vergangenen Jahres erläuterte. Eibl hatte bei der Wahl im März 605 Stimmen erhalten und war erster Nachrücker.

Der Versuchs- und Entwicklungsingenieur ist kein absoluter Neuling auf dem politischen Parkett. Vor acht Jahren hatte er schon einmal für den Königsdorfer Gemeinderat kandidiert. „2013 habe ich mich auf einen der hintersten Listenplätze setzen lassen“, so Eibl, der im Ortsteil Kreuth aufgewachsen ist und dort wieder seinen Wohnsitz hat. Damals habe er sich noch zu jung gefühlt, um wirklich politisch aktiv zu sein. Eine Legislaturperiode später sei er wieder gefragt worden, ob er für die CSU ins Rennen gehen wolle und sagte wieder zu. „Mit etwas über 30 sehe ich mich politisch reif genug.“

Viele Vereinsmitgliedschaften

Eibl ist Königsdorf durch seine Mitgliedschaft in einigen Vereinen des Dorfes verbunden. Seit vielen Jahren ist er im Verein „Unser Dorf“ und beim „Trommlerzug“ aktiv mit dabei. Wie andere gemeinnützige Organisationen auch hatten und haben ebenso die Königsdorfer Vereine unter der Coronapandemie zu leiden. „Wenigstens mit den Mitgliedern des Trommlerzugs haben wir im Sommer vergangenen Jahres ein kleines Grillfest zustande bekommen“, erinnert sich Eibl. Das Leben der anderen Gruppen sei fast zum Erliegen gekommen. „Gerade einmal, dass die Vorstandschaft sich regelmäßig zusammentelefoniert“, resümiert Eibl. Planungen für dieses Jahr gebe es zuhauf. Inwiefern sie sich umsetzen lassen, werde nach den aktuellen Gegebenheiten zu entscheiden sein.

Politisch sieht sich Eibl als Brückenbauer zwischen Alt und Neu, Tradition und Moderne. Konkret zwischen Brauchtum und Veränderungen gegenüber. „Ich bin ein Typ, der für alles offen ist“, so Eibl. Er kenne so fast jeden im Ort und wünscht sich, aktiv an allen aktuellen wichtigen Themen arbeiten zu können. Vor allem liegt ihm am Herzen, Königsdorfern zu ermöglichen, etwa durch Einheimischenmodelle im Ort bleiben zu können und nicht genötigt werden wegzuziehen. Noch habe er zu wenig Einblick in die Arbeit im Gemeinderat, doch schon jetzt ist er von der konstruktiven Atmosphäre im Gremium positiv überrascht. Sandra Gerbich

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