Ohrfeige und Todesdrohung

Polizei stellt alkoholisierten 48-jährigen Lenggrieser wegen Körperverletzung, Beleidigung sowie Bedrohung

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Tölzer Polizei brachte alkoholisierten Randalierer auf der Dienststelle in Gewahrsam.

Lenggries/Bad Tölz – Am Montagabend gegen 19.50 Uhr meldete die Bayerische Oberlandbahn (BOB) eine Schlägerei zwischen mehreren Personen im Zug von Schaftlach nach Bad Tölz.

Die Polizei stellte am Tölzer Bahnhof einen 48-jähriger Lenggries. „Der stark alkoholisierte Mann stieg wohl in Holzkirchen in die BOB und soll laut mehreren Zeugen kurz vor der Haltestelle Schaftlach auf einen 32-jährigen Lenggrieser losgegangen sein, indem er ihn beleidigte und ihm gegen das linke Ohr schlug“, berichtet Polizeihauptkommissar Bernhard Gigl. Daraufhin zeigten mehrere Zugpassagiere Zivilcourage: Sie kamen dem Geschädigten zu Hilfe, „und schoben den betrunkenen Lenggrieser“ vom Opfer weg.

Der 48-Jährige fiel nach Zeugenaussagen bereits vor dem Vorfall im Zug auf – da er Reisende anpöbelte. Laut Polizei ergab ein freiwillig durchgeführter Alkoholtest einen Wert von über 1,6 Promille. Nach der Vernehmung wurde der Lenggrieser nach Hause entlassen.

„Dort tickte er um 1.40 Uhr wieder aus“, so Gigl weiter. Diesmal ging der 48-Jähirge an seiner Wohnadresse in Lenggries auf einen 68-jährigen Mieter los, da sich dieser über Ruhestörung beklagte. Daraufhin beschimpfte ihn, der immer noch alkoholisierte Lenggrieser „übelst und bedrohte ihn mit dem Tod“. Als der Angegriffene in seine Wohnung flüchtete und die Polizei alarmierte, trat der Mann noch mehrere Male gegen die Türe, verwüstete den Gang und zog sich vor Eintreffen der Polizei in sein Zimmer zurück. Dort wurde er dann durch die eingesetzten Beamten gestellt, und um weitere Straftaten zu unterbinden, brauchte ihn die Polizei auf die Dienststelle in Gewahrsam.

Im Zuge dieses Einsatzes konnten die Beamten dann im Zimmer des Randalierers eine Bong, sowie ein Aromabadekissen, gefüllt mit Hanföl und Kräutermischungen feststellen. „Inwieweit der Konsum dieser Kräuter unter das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz fällt, muss noch abgeklärt werden“, betont Gigl.

Auf den Lenggrieser wartet nun ein Strafverfahren wegen Körperverletzung, Beleidigung und Bedrohung sowie Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. dwe

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