Polizeiwarnung: Dubiose Firmen für Türöffnungen verlangen Wucherpreise

Fragwürdige Schlüsseldienste  

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Die Polizei ermittelt gegen Schlüssel-Notdienste, die mit Wucherpreisen ihre Kunden betrügen.

Landkreis - Die Meldungen über fragwürdige Schlüssel-Notdienste im Landkreis häufen sich laut Polizei. In Tölz wurde ein Rentner Opfer des Betrugs: Für eine Türöffnung zahlte er knapp 2.000 Euro.

Ein 70-jähriger Rentner wurde bereits am 17. November 2017 Opfer eines betrügerischen Schlüsseldienstes: Jetzt erstattete er Anzeige, weil eine für den 12. Januar 2018 vereinbarte Übergabe von Ersatzschlüssel nicht erfolgte.

Der Rentner hatte damals, mittags, nachdem er sich ausgesperrt hatte - weil ihm die Wohnungstüre ins Schloss gefallen war - nach einer Internet-Suche telefonisch einen Schlüsse-Notdienst beauftragt. Nach zwei Stunden Wartezeit kamen zwei Mitarbeiter eines laut Rechnung in Essen ansässigen Schlüsseldienstes und öffneten die Wohnung. Danach überzeugten sie den Geschädigten zum Wechsel des Schließzylinders mit sechs Extraschlüsseln. Den Gesamtpreis von 1.759 EUR bezahlte er vor Ort mit seiner EC-Karte.

Gegen den 26 Jahre alten Inhaber des Schlüsseldienstes besteht bei der Staatsanwaltschaft Essen bereits ein Sammelverfahren wegen Wucher sowie Betrugs.

Schlüsseldienst verlangte Wucherpreis

Eine unverhältnismäßige Rechnung eines Schlüsseldienstes beschäftigt derzeit die Polizei in Wolfratshausen. dort wird nun wegen Wucher ermittelt.

Zu dem Wucher durch einen Schlüsseldienst war es am Freitagnachmittag in der Alpenstraße in Wolfratshausen gekommen. Eine 58-jährige Frau beauftragte am 12. Januar 2018, gegen 16 Uhr einen Schlüsseldienst. Weil sie ihre Wohnungstüre zugezogen hatte, jedoch innen den Schlüssel stecken ließ. Nach einer kurzen Internetrecherche fand sie eine Anzeige für einen Schlüsseldienst in Wolfratshausen und rief sogleich dort an.

Nach einer Wartezeit von etwa zwei Stunden kam ein Monteur, bohrte das Schloss der Haustüre auf und baute ein neues Schloss ein. Für seine Tätigkeit verlangte er 1.066 Euro.

Die Wolfratshauserin wurde wegen des veranschlagten Preises für die Dienste des Schlüsseldienstes stutzig und rief ihren Versicherungsagenten an. Letztlich baute der Monteur das beschädigte Schloss wieder ein und verlangte nun 412 Euro. 

Gegen den Schlüsseldienst wird seitens der Polizeiinspektion Wolfratshausen wegen des Tatbestands des Wuchers ermittelt. Wie die Polizei mitteilt, wurden mit derselben Masche in den letzten Tagen bereits andere Personen in Bad Tölz und Penzberg in ihrer Notlage über‘s Ohr gehauen.

Die Polizeiinspektion Wolfratshausen warnt vor dieser Abzocke und empfiehlt, vor Tätigwerden des Schlüsseldienstes immer Festpreise zu vereinbaren.

dwe

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