Pop-Up-Store: Händler ziehen ein positives Resümee

Laden auf Zeit kommt an

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Der Tölzer Wirtschaftsförderer Falko Wiesenhütter (l.), sein Kollege Andreas Roß vom Landratsamt (2.v.l.) zogen zusammen mit Händlern und Kreativschaffenden ein positives Fazit zum Pop-Up-Store.

Bad Tölz – Das Resümee fiel positiv aus: Von allen Pop-Up-Stores, die Dorien Meima-Schmid in der Region organisiert hat, war der in Bad Tölz am erfolgreichsten.

Vier Wochen lang stand 18 Anbietern ein Laden am Amortplatz (vormals Trachten Kirner) zur Verfügung. Die Kunsthandwerker und Kreativschaffenden waren durchaus zufrieden. Das Projekt wird womöglich keine Eintagsfliege bleiben. So ist ein Gemeinschaftsladen für Kunsthandwerker am Jungmayrplatz in der Schwebe.

Nicht nur die Lage begeisterte Fanny Mader, die aus Dirndlstoffen (sie können von den Kunden beeitgestellt werden) passende Schmuckstücke fertigt. Mader zufolge sei es eben ein großer Vorteil gewesen, sich nicht alleine in das „Abenteuer Ladengeschäft“ stürzen zu müssen. Denn ein eigener Laden sei schlichtweg viel zu teuer. Auch hinderten sie ihre drei Kinder daran, regelmäßig in einem Geschäft zu arbeiten. Beim Pop-Up-Store indes genügte die Anwesenheit eines Händlers, der nach Absprache Schicht schob. Ansonsten zeigte sich Mader begeistert vom Interesse an ihren Kreationen: „Ich habe sogar im Nachklang Aufträge erhalten“, sagte sie. Ihr Wunsch: „Ein Pop-Up-Store im Lenggrieser Raum.“

Generell hat die Mischung der Anbieter in Bad Tölz gut funktioniert, wie Organisatorin Dorien Meima-Schmid (Startups and More) ausführte. „Das war ein gutes Miteinander.“ Das bestätigte auch Daniel Breuer, der bereits in Geretsried seine selbst gefertigten Designerlampen angeboten hatte. In Bad Tölz aber „habe ich meine erste verkauft.“ In Bad Tölz habe es schlichtweg mehr Laufkundschaft gegeben, zudem seien die Kunden aufgeschlossener gewesen.

Das hörte freilich Falko Wiesenhütter, der Wirtschaftsförderer der Stadt Bad Tölz, gerne. Denn er denkt schon, dass die Isarstadt das Potenzial für solch ein Gemeinschaftsprojekt habe. Speziell der Standort am Amortplatz sei sicher attraktiv gewesen, befand er und spielte auf die hohe rate an Laufkundschaft (in der Nachbarschaft zu einem Kino und zwei Cafés) an.

Das Pop-Up-Store-Konzept machte jedenfalls auch Petra Dreesen neugierig. Sie liebt Kunsthandwerk jedweder Couleur und könnte sich vorstellen, einen Gemeinschaftsladen für Kunsthandwerker am Jungmayrplatz zu eröffnen. Dort, wo vormals Schmuck angefertigt wurde, könnten dann regionale Künstler gemeinsame Sache machen. Die Idee übernahm sie von einem ähnlichen Geschäft in Lindau. In Bad Tölz könnte das auch funktionieren, meint sie, schon weil es hier viel zu wenig kleine Läden gebe. Zahlreiche Gespräche mit Anwohnern und der Stadt habe sie bereits geführt. Letztere könnte das Projekt aber besser unterstützen, meinte Dreesen. Immerhin: Eine Gruppe an Kunsthandwerkern stünde schon parat.

Georg Schmidt, der Eigentümer der nun wieder leer stehenden Immobilie am Amortplatz, hörte jedenfalls genau zu, dass seine Immobilie für die Pop-Up-Store-Händler sehr passgenau war. Insbesondere auch die großen Schaufenster hätten da nämlich viel Raum für Präsentationen geboten. „Und sie könnten es auch weiterhin“, empfahl Organisatorin Dorien Meima-Schmid – zumal laut Eigentümer Schmidt noch kein konkreter Plan für eine Nachnutzung des ehemaligen Trachtengeschäftes bestehe.tka

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