Mehr „Kaufleute“ als „Sehleute“

Positive vorläufige Bilanz der Tölzer Autoschau – Relativ wenige Besucher

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Einer der Hingucker auf der Tölzer Autoschau 2019: Der neue Roadster Z4 von BMW.

Bad Tölz – Die Zahl der Besucher auf der Tölzer Neu- und Gebrauchtwagen-Schau 2019 am vergangenen Wochenende blieb deutlich unter der der Vorjahre zurück. Dennoch zeigte sich die Mehrzahl der elf ausstellenden Kfz-Händler der Region nicht unbedingt unzufrieden. Karlheinz Beyerlein, der Verlaufsleiter von Ford-Spagl brachte es auf den Punkt: „Obwohl eigentlich ganz wenig los ist, läuft es erstaunlicherweise insgesamt ganz gut.“ Die wenigen Besucher, die das Angebot der rund 300 aufgefahrenen Autos in Augenschein nahmen, waren offensichtlich echt interessiert.

Auch seine Kollegen bestätigten, „weniger Sehleute, bedeutet nicht unbedingt weniger Kaufleute“. So sagte Martin Wiegele, der Verkaufsleiter des Tölzer VW-Autohauses Rinner: „Eigentlich können wir uns nicht beschweren, wir sind ständig mit guten Gesprächen beschäftigt.“ Er freute sich vor allem, dass er auch das brandneue SUV T-ROC von VW noch präsentieren konnte, der gerade noch rechtzeitig zur Autoschau eingetroffen war. Die offizielle Vorstellung dieses neuen Fahrzeugs von VW ist allerdings erst Anfang Mai.

Direkte Verkäufe waren zwar kaum zu vermelden, doch all jene, die seit Jahren die Frühjahrs-Autoschau beschicken, wissen, ein echtes Resümee des Ausstellungs-Erfolgs ist erst nach zwei, drei Monaten möglich. Wichtig seien dort in erster Linie die Kontakte mit potenziellen Interessenten. Dem stimmte auch Andreas Kujawa, der Geschäftsführer von Opel Häusler in Bad Tölz, uneingeschränkt zu. Und Hans Taubenberger vom gleichnamigen Autohaus fügte an: „A bisserl was, geht immer. Bislang hat sich die Autoschau für uns immer noch gelohnt.“

Die größten Hingucker auf dem Gelände der Tölzer Flinthöhe waren dabei das neue Elektro-SUV „Audi e-tron“, die Sonderedition eines Ford Mustang Bullitt, ein Renault Alpine oder auch der brandneue Roadster Z4 von BMW. Vom Autohaus Michael Schmidt, dem Vertreter der weißblauen Automobilmarke, die nach längerer Abstinenz erstmals wieder bei der Schau dabei war, wurde dann auch bestätigt: „Für den Anfang ist das ganz in Ordnung. Für uns war es in erster Linie wichtig, hier wieder Präsenz zu zeigen.“ Und ein echtes Luxusproblem haben Auto Danner aus Obergries und Klaus Willibald von der Wackersberger Firma „Hans Willibald“: „Der neue Jimny von Suzuki ist so gefragt, dass wir ihn eigentlich gar nicht verkaufen brauchten, sondern ihn nur noch verteilen müssten.“ Die Crux dabei allerdings: Über ein Jahr Lieferzeit im Augenblick.

Insgesamt führten die Autohändler den mangelnden Besucherstrom auf die wenig freundliche Witterung an den beiden Ausstellungstagen zurück. Dennoch erklärte Beyerlein: „Auch wenn wir alle hier zwei Tage lang frieren müssen, insgesamt dürfte es sich auch heuer wieder gelohnt haben, dass wir erneut mit dabei waren.“ ejs

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