Präventiver Ansatz

Ab dem kommenden Jahr soll eine 50-Prozent-Stelle für Jugendsozialarbeit an der Hauptschule in Königsdorf eingerichtet werden, das beschloss der Ausschuss für Jugend und Familie.

Steigende Gewaltbereitschaft, Schlägereien, verbale Gewalt, Ausgrenzung anderer Schuler, Mobbing, verängstige Kinder. All diese Probleme fangen meist schon in der Grundschule an. Um diesen Problemen entgegenzutreten, beschloss der Ausschusses für Jugend und Familie des Kreistags einstimmig an drei Schulen des Landkreises Stellen zur Jugendsozialarbeit zu schaffen.

Eine 50-Prozent-Stelle (19,5 Stunden) an der Franz-Marc-Schule (Sonderpädagogisches Förderzentrum) in Geretsried und an der Königsdorfer Hauptschule sowie eine 32-Stunden-Stelle an der Karl-Lederer-Grundschule Geretsried sollen ab dem kommenden Schuljahr geschaffen werden. Als „absolut notwendig“ deklarierte Landrat Josef Niedermeier die Jugendsozialarbeit an den Schulen. Er verfolgt einen präventiven Ansatz: „Die Probleme mit weniger Aufwand in der Grundschule bekämpfen, als später.“ Die Kosten an der Franz-Marc-Schule kalkuliert die Verwaltung mit etwa 14.000 Euro jährlich ab 2012, an der Karl-Lederer-Grundschule mit rund 11.000 Euro und an der Königsdorfer Hauptschule mit etwa 6.000 Euro. Das Gremium erkannte entsprechend der „Richtlinien für die Jugendsozialarbeit an Schulen durch den Landkreis“ aufgrund der Situationsbeschreibung der Schulen den Bedarf an. Insofern befürwortete der Ausschuss die Einrichtung dieser Stellen einstimmig, wenn sie in das Förderprogramm der Bayerischen Staatsregierung aufgenommen wird. Demnach stellt die Verwaltung des Amtes für Jugend und Familie einen Antrag zur Aufnahme in das Förderprogramm. Nach einer erfolgreichen Aufnahme soll dann ein freier Träger mit der Durchführung beauftragt werden. Aus den Anträgen der Schulen kristallisiert sich ein einheitlicher Tenor heraus. Es geht darum den gesellschaftlichen Veränderungen Rechnung tragen, das pädagogische Unterstützungssystem auszubauen und die Besonderheiten der jeweiligen Schulen zu berücksichtigen. Denn „vermehrt ist zu beobachten, dass Familienstrukturen auseinander brechen, die oft in Verhaltenauffälligkeiten und Leistungsabfall der Schüler münden“, konstatierte Königsdorfs Rektor Alfred Bauernfeind. Immer mehr Schüler befänden sich seiner Aussage nach in Betreuungsmaßnahmen und Therapien.

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