Ausstellung, Workshops, Führungen

Programmangebot des Kloster Beuerbergs läuft fast wieder im Normalbetrieb

+
Mit Tipps und Tricks von Bäckermeister Michael Matschuk (l.) konnten vergangenes Wochenende große und kleine Bäcker schmackhafte Gebäckspezialitäten fertigen – darunter Hefe- und Plunderteig, Laugen- oder Fettgebäck.

Eurasburg – Seit dem 30. Mai ist das Kloster Beuerberg nach langer Pause für Besucher offen. Den Auftakt bildete die Ausstellungseröffnung „Tugendreich. Neue Zeiten, alte Werte?“ Exponate und interaktive Stationen vermitteln die Geschichte und verschiedene Facetten des Tugendbegriffs und motivieren zur eigenen Auseinandersetzung mit dem Thema. Parallel lädt die Backstube zum Mitbacken ein. Und im Pavillon können große wie kleine Gäste basteln und werkeln. Darüber hinaus finden wieder Führungen durch den Klostergarten statt.

Wäre da nicht die Maskenpflicht, könnte man meinen, auch im Kloster Beuerberg läuft alles wieder im Normalbetrieb. „Nach und nach bieten wir wieder Ausstellungen und Führungen an“, erklärt Anja Brandstäter, zuständig für die Pressearbeit des Klosters. Alle Veranstaltungen unterlägen aber strengen Hygieneregeln. „Wir planen quasi von Woche zu Woche und ziehen immer wieder Zwischenbilanz“, so Brandstäter.

Lange angekündigt war die Ausstellung „Tugendreich. Neue Zeiten. Alte Werte?“ Brisanz gewänne sie vor dem Hintergrund der durch die Corona-Pandemie neu angestoßenen Frage, wie die Gesellschaft leben will, erklärt die Pressereferentin. „Wie kann ich klug, gerecht, tapfer und maßvoll sein in einer Welt, die sich in rasanter Geschwindigkeit wandelt und damit auch unser überliefertes Wertesystem in Frage stellt?“, das sei eine Kernfrage, der sich die Besucherinnen und Besucher auf dem „Beuerberger Tugendpfad“ gegenüber sehen, sagt Christoph Kürzeder, Leiter des Diözesanmuseums Freising. Während früher die klösterliche Tugend des ‚einfältigen Gehorsams‘ eingefordert wurde, bewundere man heute den zivilen Ungehorsam der ‚Fridays for future‘“, verdeutlicht Kürzeder einen Wertewandel. Diesem widmet sich die Ausstellung ebenso wie der Frage nach der Tugend des Maßhaltens in der Konsumgesellschaft oder den sozial- und wirtschaftsethischen Werten, die im Umgang mit der Corona-Pandemie aktuell ins Zentrum der Betrachtung rücken.

Seit dem 30. Mai laufen auch wieder die Klassiker des Klosters – die offene Klosterbackstube sowie das offene Klosteratelier. Mit Tipps und Tricks von Bäckermeister Michael Matschuk konnten an den vergangenen beiden Wochenenden große und kleine Bäcker schmackhafte Gebäckspezialitäten – darunter Hefe- und Plunderteig, Laugen- oder Fettgebäck - fertigen. Für einen kleinen Materialpreis nahmen sie die Köstlichkeiten auch mit heim oder verspeisten sie an Ort und Stelle. Die Künstlerin Elke Härtel erwartete Groß und Klein mit neuen, kreativen Ideen im offenen Klosteratelier. So konnten interessierte Kinder und Eltern am vergangenen Wochenende Schlüsselanhänger aus Filz und Leder basteln. Am Samstag, 13. Juni, und Sonntag, 14. Juni, jeweils von 13 bis 17 Uhr lädt die Beuerberger Grafikerin Franziska Lindner zum offenen Klosteratelier in den Pavillon ein. Mithilfe von verschiedenen Werkzeugen und alten Techniken wie der Sattlernaht fertigen die Teilnehmer unter fachkundiger Anleitung langlebige Werkstücke aus pflanzlich gegerbten Rindsleder – wie Schlüsselanhänger, Geldbörse, Armband oder Gürtel. Jeder kann sein Unikat mit nach Hause nehmen. Für die Teilnahme (fünf Euro) sollte man je nach Werkstück ein bis zweieinhalb Stunden einplanen.

Am Sonntag, 14. Juni, von 13 bis 17 Uhr zeigt die Designerin Christiane Rauert darüber hinaus, dass die Gestaltungsmöglichkeiten von Perlen noch weit über Schmuck hinausgehen. Mit echten böhmischen Glasschliffperlen – facettiert und feuerpoliert – können Interessierte selbstentworfene Bilder auf Grußkarten, Lesezeichen und Textilien sticken. Und auch das Perlenfädeln – für einen Rosenkranz oder ein Schmuckarmband – steht einmal auf dem Programm. Zusätzliche Beutelchen mit unterschiedlichen Perlensortierungen können vor Ort bequem zum Selbstkostenpreis erworben werden.

Die Ausstellung ist bis zum 1. November mittwochs bis sonntags und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen sechs Euro, ermäßigt vier Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Wegen der geltenden Kontaktbeschränkungen dürfen maximal 70 Personen gleichzeitig in die 1.400 Quadratmeter großen Ausstellungsräume, Mund und Nase müssen bedeckt sein. Führungen werden vorläufig nicht angeboten. Das aus den Vorjahren bekannte Rahmenprogramm findet in reduziertem Umfang unter Einhaltung der geltenden Hygienevorgaben statt. Sandra Gerbich

_____________________________

Informationen zum Klosterprogramm Beuerberg gibt es Online auf www.dimu-freising.de/kloster-beuerberg.

Auch interessant

Meistgelesen

DLRG-Ortsverband blickt auf viele Übungsstunden und Einsätze zurück
DLRG-Ortsverband blickt auf viele Übungsstunden und Einsätze zurück
Tölzer Bergwacht im Einsatz: 60-Jährige stürzt und verletzt sich am Bein
Tölzer Bergwacht im Einsatz: 60-Jährige stürzt und verletzt sich am Bein
Zahl der Infizierten liegt bei 461: aktuell sind 26 Bürger aktiv erkrankt
Zahl der Infizierten liegt bei 461: aktuell sind 26 Bürger aktiv erkrankt
Staatssekretär Eck schaut sich am Walchensee um, dort setzt man große Hoffnungen in einen Radweg
Staatssekretär Eck schaut sich am Walchensee um, dort setzt man große Hoffnungen in einen Radweg

Kommentare