Energiequelle Wasserstoff

Auf der Suche nach „grünen Projekten“: Franzose radelt 10.000 Kilometer

Antoine Abou, Wasserstoff-Experten Stephen Harrison mit Tochter
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Tritt für umweltfreundliche Lösungen in die Pedale: Antoine Abou (re.) besuchte Wasserstoff-Experten Stephen Harrisonin Geretsried, der das Projekt Cycling4Planet mit 500 Euro unterstützt.
  • Franca Winkler
    VonFranca Winkler
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Geretsried – Seit 20. September 2020 ist der 23-jährige Franzose Antoine Abou aus Lyon mit dem Fahrrad unterwegs.

Sein Ziel: 10.000 Kilometer quer durch Europa zu fahren und dabei ökologische Projekte aufzuspüren, die unseren Planeten schützen. In Geretsried besuchte er Stephen Harrison von sbh4.

Kilometer für Kilometer

Im vergangenen Jahr hat der ambitionierte Franzose die Kampagne „Cycling4Planet“, zu deutsch Radeln für unseren Planeten ins Leben gerufen. Er schnappte sich ein Elektrofahrrad, Zelt, Schlafsack, mobilen Kocher und etwas Proviant und radelt seit dem mit etwa 45 Kilogramm Last auf seinem Rücken Kilometer für Kilometer. Innerhalb von neun Monaten will der Jurastudent entlang des Weges mit so vielen Personen wie möglich über Projekte mit erneuerbarer Energie sprechen.

Fokus auf „Wasserstoff“

Sein Fokus liegt dabei auf Wasserstoff, welches für ihn eine große Bedeutung in der globalen Energiewende hat. Auf den Socialmedia Kanälen berichtet er von den Gesprächen und seinen Entdeckungen, wie kleine und große Unternehmen sich für eine bessere Welt einsetzen. Angetrieben wird er auch von dem Wunsch, nach der langen Tour ein eigenes Unternehmen zu gründen, in dem er sich von seinen verschiedenen Begegnungen inspirieren lässt.

„Ich möchte Wissen bündeln“

Warum er sich nahezu Hals über Kopf auf diese abenteuerliche Reise eingelassen hat? „Wasserstoff als Energielieferant ist so faszinierend und doch noch so neu. Mit meinen Gesprächen mit Fachleuten möchte ich Wissen bündeln und in die Welt tragen.“, so Abou. Für alle Interessierten bereitet er Fakten in Podcasts auf und erklärt die Bedeutung von Wasserstoff, wie es produziert wird und warum die erneuerbare Energie so wichtig ist, um den CO2 Haushalt sowie die globale Erwärmung zu reduzieren.

Das Schaubild verdeutlicht den Wertschöpfungskreis von Wasserstoff.

Millionen Wasserstoff-Jobs bis 2050

Abou hatte bereits die Möglichkeit mit dem Geschäftsführer Bart Biebuyck der Firma Fuel Cells and Hydrogen in Brüssel zu sprechen, der vorhersagt, dass es bis 2050 5,4 Millionen Jobs im Wasserstoff-Sektor geben wird. Zu weiteren interviewten namhaften Wasserstoff-Pionieren gehören Mitarbeiter der Firmen Cummins in Brüssel und CMB Techs in Antwerpen oder auch mit Experten der TU Delfts in den Niederlanden. Kürzlich besuchte er die Firma H2drogen Solutions in Schweitenkirchen.

„Ich will wissen was in der Welt los ist“

Seine grobe Route hat er im Kopf, aber „es ist nichts durchorganisiert. Ich lasse mich von dem Thema Wasserstoff leiten. Empfiehlt mir ein Gesprächspartner zu einem spannenden Projekt in den Nachbarort zu fahren, dann tue ich das. Ich will wissen was in der Welt los ist.“ „Wie das Wasser den Fluss antreibt, so treibt Wasserstoff Antoine an“, so Stephen Harrison von der Consultingfirma sbh4 in Geretsried bei dem Abou zuletzt stoppte.

Wasserstoff - Basis für Energiewende

Harrison beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Industriegasen und sieht im Wasserstoff ebenso wie Abou die Basis für eine Energiewende. Dieser gemeinsame Nenner brachte beide zusammen. Auf Instagram (cycling4planet) wird der Franzose in Kürze über das Zusammentreffen berichten, bevor er wieder in die Pedale tritt, die Alpen ansteuert und von weiteren Forschungen berichtet.

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