Umjubelte Premiere in der ausverkauften Loisachhalle beim ersten „Wild!“-Festival

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6.000 Kilometer im Kajak durch die USA: Dirk Rohrbach verpackte seinen Reisebericht hautnah.

Wolfratshausen – In der ausverkauften Loisachhalle feierte Dirk Rohrbach mit der Fotoreportage „Im Fluss“ eine gelungene Premiere des ersten „Wild!“-Festivals.

Das Publikum, das schon lange vor Einlass Schlange stand, war begeistert und konnte gar nicht genug kriegen von den spektakulären Naturaufnahmen und den spannenden Geschichten von den Menschen, denen der promovierte Arzt, Radiomoderator und Reiseautor unterwegs begegnet ist. So also sieht ein moderner Abenteurer aus: drahtig, schulterlange glatte Mähne, durchtrainiert, in Jeans und schwarzem Hemd. Ein Naturbursche, dessen Haut man gar nicht ansieht, dass er so viel draußen ist - der 51-Jährige könnte glatt als Mittdreißiger durchgehen.

Mit einem selbstgebauten Kajak ist er als erster Europäer einmal quer durch die USA gepaddelt, aus den Rocky Mountains durch die Great Plains und den Mittleren Westen bis in den tiefen Süden zum Golf von Mexiko. 6.000 Kilometer auf dem Missouri und Mississippi. Majestätische Berge und endlose Prärie, gigantische Staudämme und Riesenfrachter, Baumwollfelder und Delta-Blues.

Am liebsten würde man sofort aufbrechen. Rohrbach wird begleitet von der aus Nürnberg stammenden Band „Smokestack Lightnin‘“, die die Bilder mit authentischem Südstaaten-Sound fantastisch unterlegt. Dazwischen erzählt Rohrbach von seinen Abenteuern, von gewaltigen Stromschnellen und Staudämmen, Monsterstauseen und brutalen Stürmen – aber auch von den urigen Typen, die er unterwegs getroffen hat, den Schatzsuchern, Schaufelradkapitänen, Kneipenbesitzern, Voodoo-Priestern. Tolle Bilder, berührende Geschichten, stimmige Live-Musik – eine mitreißende Mischung, die in der Loisachhalle bestens ankommt. Susanne Hauck

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