Hitzeschlacht am Tölzer Hausberg

Raiffeisen Oberland Challenge: Meg Lane und Daniel Götz gewinnen Blomberglauf

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Raiffeisen Oberland Challenge begeistert Jung und Alt: Meg Lane und Daniel Götz gewinnen Blomberglauf
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Raiffeisen Oberland Challenge begeistert Jung und Alt: Meg Lane und Daniel Götz gewinnen Blomberglauf

Bad Tölz – Es wurde die erwartete Hitzeschlacht, der 35. Blomberg-Lauf am vergangenen Samstag. Dennoch hatten insgesamt 134 Teilnehmer den Tölzer Hausberg unverdrossen unter ihre Laufsohlen genommen, um die 4,7 Kilometer lange Strecke (500 Meter Höhendifferenz) zu bewältigen. „Eine absolut starke Leistung von jedem, der es geschafft hat“, lobte dann auch Ingo Mehner, der Erste Vorsitzende des ausrichtenden Tölzer Skiclubs, bei der Siegerehrung.

Den Tagessieg holten sich dann Daniel Götz in sehr beachtlichen 22:34 Minuten und die Amerikanerin Meg Lane in 29:06 Minuten bei den Frauen. Vor allem der als Favorit gestartete Götz legte eine riefe Leistung hin. Im Ziel hatte er einen Vorsprung von zweieinhalb Minuten vor dem zweitplatzierten Fabian Stocek, einem in München lebenden Tschechen. Einen Start-/Zielsieg legte da der Favorit hin: „Ich bin von unten weg ziemlich schnell angelaufen. Erst in der letzten Spitzkehre vor dem Ziel musste ich etwas Tempo herausnehmen. Da hat wohl die Hitze ihren Tribut gefordert.“ Dabei sei es in den schattigen Waldpassagen eher angenehm gewesen: „Aber wenn du in die Sonne gekommen bist, bist du wie gegen eine Wand gelaufen.“ Der diesjährige Sieger hatte sich vor zwei Jahren schon einmal den Gesamtsieg in der „Raiffeisen Oberland Challenge (ROC)“ gesichert, ehe er im Vorjahr verletzungsbedingt hatte aussetzen müssen.

Zumindest bei den Frauen ist der Blomberglauf seinem Ruf als Überraschungs-Berg auch heuer treu geblieben: Die 23-jährige Amerikanerin Meg Lane hatte wirklich niemand auf der Rechnung. „Ich mache derzeit ein Praktikum in München und laufe gerne und viel. Unter der Woche in der Stadt und am Wochenende oftmals am Berg“, erklärte die Athletin aus Übersee, die zum ersten Mal den Blomberg bezwungen hatte: „Ein sehr schöner Lauf hier, ziemlich anspruchsvoll, aber mit guter Atmosphäre, mit vielen Leuten, die einen vom Streckenrand aus anfeuern.“ Dabei war Meg Lane vom Start weg voraus gelaufen: „Ich habe auf der ganzen Strecke keine andere Frau gesehen.“ Beachtlich auch die Leistung von Philipp Allwang (SC Moosham), der die 2,7-Kilometer lange Strecke der Schüler- und Jugenddisziplin in 17:58 Minuten gewann.

Um die 30 Grad betrug da die Lufttemperatur, als das Rennen am Parkplatz der Blombergbahn gestartet wurde. Schon als „etwas skurril“ beschrieb da Götz die Szenerie: „Da standen alle Athleten abseits im Schatten, ehe sie sich dann langsam erst kurz vor dem Startschuss zur Linie bewegten.“ Glücklicherweise führten große Teile der Strecke durch den schattigen Wald, wo es auch um einige Grade kühler war. Zudem hatte der Skiclub Bad Tölz drei Wasserstellen eingerichtet, wo sich die Athleten zumindest kurzzeitig etwas erfrischen konnten. „Für die heutigen Verhältnisse waren wir Athleten heute super gut versorgt“, bestätigte dann der Wolfratshauser Alfred Barth, der Erste ROC-Vorsitzende: „Rundum eine super gute Veranstaltung, “ lobte er. Wie auch für viele andere Läufer war für ihn die Laufzeit eher egal, überhaupt gesund oben ankommen stand bei ihm im Vordergrund: „Das ging heute bedeutend besser als ich es im Vorfeld erwartet hatte. Auch wenn ich zwischendurch hin und wieder schnell gegangen bin, statt langsam zu laufen. Dabei habe ich auch kaum Zeit verloren.“

Auch die Gaißacherin Heidi Danner war letztlich mit ihrer Laufzeit ganz zufrieden, auch wenn sie schmunzeln zugab: „Der Zahn der Zeit nagt halt auch an mir. Früher benötigte ich bis zu m Gatterl so um die 25 Minuten, heute sind es schon so um die 30.“ Weniger zufrieden ihre im Vorfeld favorisierte Tochter Regina: „Des is heit nix wordn. Für mi war des Wetter vui z‘schlecht“, erklärte die Gaißacher Berglauf-Spezialistin, als sie nach 31:05 Minuten das Ziel erreicht hatte, lediglich als viertschnellste Frau. „Das war heute einfach nicht mein Tag, es war vui zu heiß“, sagte sie über ihre Leistung.

Absolut in Grenzen hielt sich das Mitleid der Veranstalter als Jürgen Hauser nach rund sieben Kilometern, statt der vorgegebenen 4,7 Kilometer erschöpft das Ziel am Blomberghaus erreicht hatte. Er hatte die Abzweigung übersehen, wo die Laufstrecke von der Forststraße auf den Fußweg wechselt und war so einen großen Umweg gelaufen. Freilich sollte ihm die Streckenführung nicht unbekannt gewesen sein, da er mehrfach, zuletzt im Jahr 2018, an diesem Lauf teilgenommen hatte. Tapfer hatte sich da Otmar Nejtek (SC Moosham) als Letzter ins Ziel gekämpft. Dennoch bestätigte der älteste Teilnehmer (Jahrgang 1942) zuversichtlich: „Ich will auch heuer alle Rennen der ganze ROC-Serie mitlaufen.“ Insgesamt haben die Läufer heuer jedenfalls gemerkt, dass der Blomberglauf in die richtige ROC-Kategorie eingeordnet wurde: Nämlich Extreme. Ewald Scheitterer

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