„Corona-Stresstest bestanden“

Raiffeisenbank im Oberland: Sparen und online ist im Trend

(von unten nach oben): Manfred Gasteiger, Josef Bernöcker, Johannes Paul, Hansjörg Hegele und Manfred Klaar.
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Ziehen nach dem Corona-Jahr eine positive Bilanz (von unten nach oben): Manfred Gasteiger, Josef Bernöcker, Johannes Paul, Hansjörg Hegele und Manfred Klaar.
  • Viktoria Gray
    VonViktoria Gray
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Region – Trotz Krise ist die Raiffeisenbank im Oberland gut durch das Jahr 2020 gekommen. Beim jüngsten Pressetermin nannte die Führungsspitze Zahlen und Trends des vergangenen Corona-Jahres.

„Den Corona-Stresstest haben wir bestanden“, betonte Vorstandsvorsitzender Hansjörg Hegele bei der Vorstellung der Jahresbilanz der Raiffeisenbank im Oberland in der Tölzer Geschäftsstelle. So habe die Hausbank gerade während der Pandemie ihre Stärken bewiesen. „Die Wachstumszahlen sind gut und weiterhin ist die Nähe zu den Kunden ein wichtiger Punkt.“

Mit der Corona-Pandemie gingen einige Maßnahmen einher. Etwa verzeichnete die Bank über 200 Tilgungsaussetzungen für ihre Kunden. Zum Zeitpunkt des Termins habe es davon nur noch acht gegeben, wie Johannes Paul berichtete. Übrigens: Paul wird ab 1. Juli dem Vorstand beitreten und damit auch die Nachfolge von Josef Bernöcker antreten.

Viel Homeoffice

Auch wurden Schutzmaßnahmen für die eigenen Mitarbeiter getroffen. Risikogruppen wurden separiert und wo es ging, wurden Mitarbeiter ins Home­office geschickt. „Bei uns hat es keine Kurzarbeit gegeben“, so Hegele weiter. Da auch die Hygieneregelungen zeitnah umgesetzt wurden habe es „keine Ansteckungen innerhalb der Filialen gegeben“, betonte der Vorstandsvorsitzende. Geschäftsstellen mussten nicht geschlossen werden.

Corona brachte hauptsächlich Negatives mit sich. Nichtsdestotrotz blieben wenige Gelegenheiten Geld auszugeben, da die Geschäfte im Lockdown geschlossen waren. Dieser Trend machte sich auch bei den Raiffeisenbank-Kunden bemerkbar. Anfangs seien kurzfristige Abhebungen von größeren Geldbeträgen zwar aufgefallen, dass habe sich aber schnell wieder entspannt. Das betreute Kundenvolumen sei demnach auf über drei Milliarden Euro gewachsen. Die Bilanzsumme für das Jahr 2020 betrug 1,37 Milliarden Euro, stieg also um 6,2 Prozent im Gegensatz zum Vorjahr.

Soziale Aktionen

Gerade in Zeiten der Isolationen und Quarantänen wurde deutlich, wie wichtig und unabdingbar die Digitalisierung geworden ist. Schulungen und Besprechungen fanden daher weitestgehend online statt. Und kontaktloses Bezahlen würde zunehmend an Beliebtheit gewinnen.

Mit sozialen Aktionen unterstützte die Bank außerdem verschiedene Projekte. Über Crowdfunding wurde vielen Vereinen und Organisationen geholfen. In Hausham etwa entsteht derzeit ein neues Gesundheitszentrum, dass die Raiffeisenbank mit 16 Millionen Euro unterstützt. Und in Reichersbeuern soll eine neue Filiale entstehen. Gespendet habe das Geldinstitut zudem über 100.000 Euro für wohltätige Zwecke. Auch der Raiffeisenbank-Nachwuchs kommt nicht zu kurz: Derzeit erlernen bei der Raiffeisenbank nämlich 15 Auszubildende im Warengeschäft und in der Bank einen Beruf.

Die Raiffeisenbank Oberland betreut in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach über 50.000 Kunden, hat in diesem Bereich 15 Geschäftsstellen und beschäftigt 341 Mitarbeiter.

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