Raiffeisenbank im Oberland: Erste Bilanz nach der Fusion fällt durchweg positiv aus

„Ein Gewinn für die Region“

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Eine gute Bilanz nach der Fusion zogen die Vorstandsvorsitzenden der Raiffeisenbank im Oberland, Hubert Stehr (2.v.r.) und Hansjörg Hegele (3.v.l.) sowie die Stellvertreter (v.l.) Manfred Klaar, Manfred Gasteiger und Josef Bernöcker.

Bad Tölz/Miesbach – Zwei, die zusammenpassen. So haben sich die Raiffeisenbanken „im Oberland“ und „Tölzer Land“ vor ihrem Zusammenschluss präsentiert. Dass sie sich tatsächlich bestens ergänzt haben, machten die Vorstände vergangene Woche deutlich. Da stellten sie in Miesbach ihre erste gemeinsame Bilanz vor.

„Die Fusion ist eine Erfolgsgeschichte“, betonte Vorstandsvorsitzender Hubert Stehr. Sein Pendant aus Bad Tölz, Hansjörg Hegele, sieht einen „Gewinn für die Region“. Ein großer Vorteil ist das nun ausgewogene Verhältnis zwischen Kredit- und Anlagegeschäft (843 und 887 Millionen Euro). Es sei sinnvoll, keinen großen Liquiditätsüberschuss zu haben, erklärte Stehr, „sonst müssten wir mit Negativzins anlegen“. Die Bilanz-

summe der Raiffeisenbank im Oberland beträgt nun 1,17 Milliarden Euro. Unter dem Strich steht ein – wichtiger – Jahresüberschuss von 3,54 Millionen Euro. „Wir müssen Eigenkapital aufbauen“, sagte Stehr, „das ist Zukunftssicherung der Bank“. Doch nicht nur wegen der Zahlen fällt das Fazit durchweg positiv aus. So ergeben sich Synergieeffekte und gerade im Bereich der Digitalisierung kann die Bank die Herausforderungen nun besser bewältigen. „Wir müssen alles nur einmal entwickeln“, sagte Hegele, „und können die Zeit effizienter nutzen“. So wurde ein Kunden-Service-Team installiert. „Da ist der persönliche Kontakt möglich“, erklärte Stehr. Die Mitarbeiter nehmen Anrufe entgegen und beantworten E-Mails. In der Beratung setzt die Raiffeisenbank sowohl auf den persönlichen Kontakt als auch auf das Internet. „Wir wollen Zusatznutzen bieten“, sagte Manfred Gasteiger, stellvertretender Vorstandsvorsitzender. „Alle Kanäle verknüpfen“ lautet die Devise für Stehr. „Wir wollen ein Qualitätsanbieter sein“, machte Josef Bernöcker, ebenfalls stellvertretender Vorstandsvorsitzender, deutlich. Und da könne sich die fusionierte Raiffeisenbank nun noch besser positionieren. So bieten sich den Mitarbeitern mehr Möglichkeiten zur Spezialisierung – die Kunden profitieren von „hochqualifizierter Beratung“. So stünden nun beispielsweise allein zwei Spezialisten für Landwirte zur Verfügung, ergänzte Gasteiger. Sein Kollege Manfred Klaar sagte: „Wir kennen unsere Kunden und müssen sie nach ihrem Bedarf ansprechen.“ Eine Beratung sei zum Beispiel oft schon deutlich vor einem konkreten Immobilienwunsch nötig. „Es geht ja auch darum, was man sich in fünf oder zehn Jahren leisten kann“, sagte Klaar.

Für die Raiffeisenbank bedeutet die Fusion auch, „dass wir im Kreditgeschäft anders agieren und große Projekte stemmen können“, wie Hubert Stehr sagte. Und von den Kunden, findet er, „werden wir besser wahrgenommen“. Das sieht auch Hegele so. Als Beleg dafür nannte er das Kreditwachstum, das in den ersten vier Monaten dieses Jahres schon die Vorjahreszahlen überholt hat.

Derzeit hat die Raiffeisenbank im Oberland 18.655 Mitglieder und etwa 51.000 Kunden. Für sie sind 305 Mitarbeiter zuständig. Kündigungen hat und soll es aufgrund der Fusion nicht geben. „Aber tendenziell werden wir weniger“, sagte Bernöcker. Die ein oder andere frei werdende Stelle wird nicht wieder besetzt. So sollen etwa 25 in den nächsten fünf Jahren wegfallen.ft

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