Ramsauer: „Spatenstich bis 2016“

Grünes Licht und freie Fahrt für die Tölzer Nordumfahrung: Bundesverkehrsminister Ramsauer sagte nun seine Unterstützung zu.

Peter Ramsauer kennt den Stau auf der Flinthöhe, der längst zum Ortsbild von Bad Tölz gehört. Schließlich steckte er darin selbst schon fest, gefangen von einer gewaltigen Blechlawine. Und deshalb war auch kaum Überzeugungsarbeit nötig für die Delegation um CSU-Stimmkreisabgeordneten Martin Bachhuber, die sich am vergangenen Mittwoch zum Gespräch mit dem Bundesverkehrsminister nach Berlin begab. Am Ende der Erörterung verkündete Bachhuber vom Berliner Flughafen durchs Telefon: „Das ist sehr gut gelaufen.“

Als Bachhuber dies mitteilt, hat die zuvor gemeinsam verfasste Pressemitteilung schon die Redaktionen erreicht. Darin steht: „Nordumfahrung Bad Tölz erhält Rückenwind aus Berlin – Bundesverkehrsminister Ramsauer sichert seine Unterstützung zu.“ Die Chancen, dass das Planfeststellungsverfahren für die Nordumfahrung Bad Tölz bald eingeleitet werden kann, seien merklich gestiegen, betonen die Unterzeichner der Mitteilung, neben Bachhuber sind dies Ramsauer, Bundesagrarministerin und Wahlkreisabgeordnete Ilse Aigner aber auch Landrat Josef Niedermaier, der Tölzer Bürgermeister Josef Janker und Greilings zweiter Bürgermeister Josef Langeder. „Minister Ramsauer hat uns zugesichert, der derzeit in seinem Haus zur Prüfung vorliegenden Entwurfsplanung den für das weitere Verfahren wichtigen ,Gesehen’-Vermerk“ bis Mitte diesen Jahres zu erteilen“, erklärte Bachhuber. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass das Staatliche Bauamt Weilheim die Planung fortführen und das Planfeststellungsverfahren mitsamt der Bürgerbeteiligung einleiten kann. Dies soll nach den Worten des Verkehrsministers bis spätestens Mitte des Jahres 2012 begonnen werden. Das Verfahren selbst könnte sich über ein Jahr hinziehen, „selbst bei zu erwartenden Klagen hält der Verkehrsminister einen Spatenstich für das Jahr 2016 als machbar“, erklärte Bachhuber. Die vorliegende Planung bezeichnete Ramsauer als „durchdacht“ und „ausgereift“. Sowohl die Trassenführung wie auch die Kalkulation mit geschätzten Gesamtkosten in Höhe von 21,8 Millionen Euro seien das Ergebnis von langen, intensiven und seriösen Planungen. Und nicht umsonst sei die Nordumfahrung im Bedarfsplan für die Bundesstraßen in der Stufe „Vordringlicher Bedarf“ enthalten. Ausschlaggebend für die Unterstützung der Bundesregierung waren zwei weitere Aspekte: Die bereits jetzt sehr hohe Verkehrsbelastung. Und die hohe Unfallrate an der Kreuzung Maxlweiher sowie der Abzweigung zum FlintCenter. Überzeugt hat ebenso die Prognose, dass sich das Verkehrsaufkommen zwischen Maxlweiher und FlintCenter bis zum Jahr 2025 auf über 34.000 Fahrzeuge pro Tag erhöhen wird. „Das ist aber den Menschen in Bad Tölz und Greiling nicht mehr zuzumuten“, betonten die Bürgermeister Josef Janker und Josef Langeder unisono.

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