„Nicht zu ändern“

Rathaussanierung: Nicht nur Mehrkosten werden moniert

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Inzwischen steht fest, dass die Rathaus-Generalsanierung mehr als zehn Millionen Euro gekostet hat. Dazu kommen noch über 925.000 Euro für die Außengestaltung, wie hier die neue Mauer zum Parkplatz.

Bad Tölz – Als „nicht erfreulich, aber nicht zu ändern“ bezeichnete Hermann Forster die Mehrkosten, die bei der im wesentlichen schon im Herbst 2018 abgeschlossenen Rathaussanierung entstanden sind. In der jüngsten Finanzausschuss-Sitzung gab der Kämmerer der Stadt die Gesamtkosten für die Generalsanierung des Rathauses mit gut zehn Millionen Euro an. Auch der gesamte Stadtrat befasste sich in seiner September-Sitzung am Dienstag mit dem Thema, als er die über- und außerplanmäßigen Ausgaben genehmigen musste.

Dabei kritisierte Andrea Grundhuber (Grüne) zum einen die auf über zehn Millionen Euro gestiegenen Kosten für das Rathaus, zum anderen die nicht komplette Barrierefreiheit. Vom Eingang Bürgergarten her konnte wegen des Höhenunterschieds keine rollstuhlgerechte Rampe angelegt werden, auch für Radfahrer steht nur eine steile Rampe zur Verfügung, über die geschoben werden muss. „Außerdem wurden viel zu wenig Stellplätze für Radler geschaffen“, sagte Grundhuber, die ein Verdoppelung anregte. Wie der Kämmerer zuvor ausgeführt hatte, müssen zu den 254.000 Euro, die heuer ohnehin noch im Haushalt eingeplant waren, weitere 400.000 Euro für eine umfangreichere technische Ausstattung, Elektroleitungen und Resthonorare für die Bauleitung aufgrund längerer Bauzeit bezahlt werden. Dazu kommen noch rund 925.ooo Euro für die Vorplatzgestaltung des Rathauses im Bereich Schloßplatz und zum Bürgergarten hin. Außerdem musste die historische Mauer zum Parkplatz Schloßplatz, die eigentlich laut Beschluss vom Juli 2017 hätte erhalten werden sollen, doch wegen Baufälligkeit abgebrochen werden und durch eine (verputzte) Betonmauer ersetzt werden. Statt 50 Meter Mauer wurden deshalb, so Forster, 92 Meter Betonwand errichtet, dazu kommen die Kosten für die Metallspaliere, an denen sich Pflanzen hochranken und die Wand gefälliger machen sollen. Die Rathaussanierung hatte man bereits im Juni 2010 ins Auge gefasst und damit begonnen, einen Bausparvertrag anzusparen. Damals hatte man die reinen Baukosten (also ohne technische Einbauen und die Aussenanlagen) noch mit 4,3 Millionen Euro angegeben. bo

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