Kreisjugendhilfeausschuss befürwortet Einsatz eines Fachpädagogen an Realschule Geretsried

Schulsozialarbeiter wird beantragt

Landkreis/Geretsried – Die Realschule Geretsried benötigt einen Schulsozialarbeiter. Der hätte auch genügend zu tun, wie Konrektorin Christine Venus-Michel im Ausschuss für Jugend und Familie des Kreistags erläuterte. Das Problem ist die Finanzierung.

Denn für Realschulen steht kein eigener Topf zur Verfügung. Dennoch will es der Landkreis versuchen, Fördermittel zu erhalten. Und er würde dann selbst ins Portemonnaie greifen und 33.000 Euro zuschießen. 

750 Schüler besuchen die Realschule derzeit, wie Kreisjugendpfleger Heinfried Barton informierte. Um angesichts dieser Schülerzahl Einzelfallhilfe gewährleisten zu können, sei eine Stelle für die Schulsozialarbeit unabdingbar. Allerdings sei das Problem schlicht die Priorisierung dieser Maßnahme seitens des Ministeriums. Vorrangig gebe es Geld für Schulsozialarbeiter an Haupt- und Mittelschulen sowie an Grundschulen. Dennoch sieht Barton Möglichkeiten, in ein Förderprogramm des Freistaates zu rutschen. Christine Venus-Michel, die stellvertretende Schulleiterin an der Realschule, warb im Gremium um Zustimmung. Viele Schüler hätten Migrationshintergrund. Und anhand eines drastischen Beispielseines Jugendlichen, der bei seiner schwer kranken Oma aufwächst, da seine Eltern in Russland leben, machte Wenus-Michel klar: Solche Fälle werden von den Lehrkräften bislang mit betreut – oder eben von ihr selbst. Auf Dauer kein Zustand, wie sie befand, da es ja auch andere Problemfälle gebe und auch die Zahl von Alleinerziehenden immer mehr steige, deren Kinder oftmals ebenfalls erhöhten Förderbetdarf hätten. 

Kreisrat Heiko Arndt, der schulpolitische Sprecher der CSU-Fraktion, erkannte, dass es sich bei dem Antrag nicht um ein kurzfristiges Projekt handele. Er wollte wissen, ob nicht der Schulpsychologische Dienst einspringen könne. Doch das tut er bereits, wie Venus-Michel informierte. Der Schulpsychologe sei aber für drei Schulen zuständig und alleine über die Legasthenie-Tests voll ausgeschöpft. 

Befürworter fanden sich etwa in Andreas Brommont, der dem Ausschuss als Mitarbeiter der Caritas angehört. Nur durch Schulsozialarbeiter würde seine offene Jugendsprechstunde Klienten erhalten. „Ohne Schulsozialarbeiter kommen die nicht zu uns.“ 

Fritz Meixner, Stadtjugendpfleger aus Wolfratshausen, signalisierte ebenfalls den Willen zur Zustimmung. Gleichwohl wollte er die beatragten 32 Stunden reduzieren, „schließlich planen die Realschulen in Wolfratshausen und Bad Tölz ebenfalls Anträge für Schulsozialarbeiter“. Er will verhindern, dass man sich am Ende über zu viel beantragte Stundenkontingente in die Quere kommt. Laut Ulrich Reiner, der Leiter des Amtes für Jugend und Familie, sei in Geretsried aber definitiv der größte Bedarf auszumachen, wie er anhand der aktuellen Sozialraumanalyse betonte. Und: Wenn ur ein Heimfall verhindert werden könne (der kostet rund 45.000 Euro pro Jahr, d.Red.), „dann sind die 33.000 Euro gut angelegt“. 

Landrat Niedermaier klärte schließlich auf, dass der Landkreis ohnehin nur mitzahle, wenn es zu einer Co-Finanzierung durch den Freistaat komme. „Alleine können wir das nicht stemmen.“ Unter diesem Vorbehalt stimmte der Auschuss schließlich für die Beantragung einer 32-Stunden-Stelle für die Schulsozialarbeit an der Geretsrieder Realschule. Thomas Kapfer-Arrington

Auch interessant

503 Service Unavailable

Hoppla!

Leider ist unsere Website zur Zeit nicht erreichbar. Wir beeilen uns, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es gleich nochmal.

503 Service Unavailable

Hoppla!

Leider ist unsere Website zur Zeit nicht erreichbar. Wir beeilen uns, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es gleich nochmal.