MVV betritt Neuland

Regionalbuslinie 374 erweitert seine Strecke von Wolfratshausen bis nach Penzberg

Große Landkreis-Ziele: der Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs mit Bus und S-Bahn-Erweiterung.
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Große Landkreis-Ziele: der Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs mit Bus und S-Bahn-Erweiterung.

Region – Die MVV-Regionalbuslinie 374 wird zum Fahrplanwechsel am Sonntag, 13. Dezember, über den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen hinaus bis in die Stadt Penzberg im Landkreis Weilheim-Schongau verlängert.

Zugleich wird das Fahrtenangebot gegenüber dem bisherigen Fahrplan nahezu verdoppelt.

Mit der Verlängerung verbindet die MVV-Regionalbuslinie 374 ab dem Fahrplanwechsel nicht nur die Städte Wolfratshausen, Geretsried und Penzberg miteinander. Sie schafft daneben auch eine Querverbindung zwischen der S-Bahnlinie S7 in Wolfratshausen und der Kochelseebahn in Penzberg. Außerdem ermöglicht es der verlängerte Linienweg Fahrgästen, ab Mitte Dezember zwischen Wolfratshausen oder Geretsried und dem Gewerbegebiet Nonnenwald in Penzberg hin und her zu pendeln.

Die zwei zwölf Meter Busse der Linie 374 fahren montags bis freitags während der Hauptverkehrszeit im 60-Minutentakt. Das MVV-Projekt wird anteilig finanziert durch die Landkreise Weilheim-Schongau und Bad Tölz-Wolfratshausen – für Letzteren kostet die neue MVV-Linie rund 275.000 Euro.

„Es freut mich außerordentlich, dass mit der Linie 374 nach Penzberg eine attraktive landkreisüberschreitende ÖPNV-Verbindung geschaffen wird“, betont der Tölzer Landrat Josef Niedermaier: „Mit dem Zuschlag an die RVO GmbH haben wir für die Verkehrsbedienung ein bewährtes, zuverlässiges und dienstleistungsorientiertes Verkehrsunternehmen gewonnen.“ Dies sei aber nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was noch kommen müsse, so Niedermaier weiter. „Die MVV-Verbunderweiterung mit weiteren landkreisüberschreitenden ÖPNV-Verbindungen ist nach wie vor unser großes Ziel – auch wenn der MVV noch Neuland für unseren Nachbarn ist.“

Der Landkreis Weilheim-Schongau beteiligt sich auch an der Linie. „Bisher endete die MVV-Linie an der Landkreisgrenze und wurde dann vom RVO mit einigen wenigen Fahrten bedient, damit ist mit dem Fahrplanwechsel im Dezember Schluss“, erklärt Wolfgang Taffertshofer, stellvertretender Landrat des Landkreises Weilheim-Schongau. Zudem werde damit teilweise, die im Strukturgutachten festgestellte fehlende Ost-Westverbindung und die fehlenden landkreisübergreifenden Busangebote beseitigt. „Die Einrichtung der durchgängigen MVV-Regionalbuslinie inklusive der Anbindung an die Firma Roche in Penzberg ist ein positives Signal für den ÖPNV“, so Taffertshofer weiter.

Das freut auch den Penzberger Bürgermeister Stefan Korpan: „Die MVV-Regionalbuslinie ist ein neues, sehr wichtiges Angebot für unseren ÖPNV in Penzberg, ist diese doch direkt mit den Stadtbuslinien vertaktet und bindet die Stadt nun wesentlich besser an unseren Nachbarlandkreis an.“

Auch MVV-Geschäftsführer Bernd Rosenbusch meldet sich zu Wort: „Mit der MVV-Verbunderweiterungsstudie werden die Grundlagen für eine bessere Vernetzung der Region gelegt, was durch attraktivere Angebote als Alternative zum Pkw vor allem Pendlern zugutekommt. Die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen und Weilheim-Schongau stellen mit der Buslinie 374 heute schon die Weichen dafür.“ Daniel Wegscheider

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