Für ein frisches Klassenzimmer

Corona in der Schule: „CO2-Ampeln“ schlagen Alarm

Bestellbereit: Franz Biechl (Geschäftsführer Lupus GmbH) mit einer CO2-Ampel in seinem Lager in Reichersbeuern.
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Bestellbereit: Franz Biechl (Geschäftsführer Lupus GmbH) mit einer CO2-Ampel in seinem Lager in Reichersbeuern.

Reichersbeuern/Landkreis – „Bitte lüften“: Diese Aussage dürfte derzeit viele Schüler bundesweit bei den herbstlichen Temperaturen zusammenzucken lassen.

Aufgrund der Corona-Auflagen reißen Lehrer nämlich in regelmäßigen Abständen die Fenster der Klassenzimmer zum Stoßlüften auf. Kontrollierte Hilfe bietet die sogenannte CO2-Ampel, sie zeigt nämlich an, wann gelüftet werden muss.

Frischer Sauerstoff rein, eventuelle Viren raus. Regelmäßiges Lüften ist eines der Richtlinien des Hygieneplans an Schulen die vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus vorgeschrieben sind. Im Rahmen der geltenden Infektionsschutzmaßnahmen-Verordnung komme diese „gerade in den Herbst- und Wintermonaten enorme Bedeutung zu, um die Virenlast und damit die Ansteckungsgefahr in Gebäudeinnenräumen durch regelmäßige Frischluftzufuhr zu verringern“.

Mindestens alle 45 Minuten ist eine Stoßlüftung durch vollständig geöffnete Fenster über mindestens fünf Minuten vorgeschrieben, wenn möglich auch öfter während des Unterrichts. Das Schutz- und Hygienekonzept für Schulen empfiehlt in diesem Zusammenhang die sogenannten CO2-Ampeln. Sie machen die aktuelle Kohlendioxid-Konzentration in Klassenzimmern sichtbar und signalisieren, wann Lüften nötig ist und wie lange das Fenster offenstehen muss. Dies zeigt das Gerät wie bei einer klassischen Verkehrsampel über die Farben Grün, Gelb und Rot an. Die Anzeige basiert auf einer genauen messtechnischen Überwachung der Raumluftqualität. Blinkt sie Rot, besteht Gefahr für die Gesundheit.

Seit kurzem ist die Ampel bei der Firma Lupus GmbH neu im Sortiment. Das Familienunternehmen von Sabine und Franz Biechl in Reichersbeuern beliefert seit 24 Jahren Schulen und Kindergärten in ganz Deutschland mit einem breiten Sortiment: „vom Stift bis hin zu pädagogischen Lernspielen,“ berichtet Tochter Susanne Bräu, die das Problem der Lehrer im Unterricht versteht: „Sie sind oftmals der Buhmann.“

Ein öffentlicher Träger kam auf das Familienunternehmen zu und berichtete über die Problematik des Lüftens im Alltag. „Jeder Lehrer handhabt das etwas anders und am Ende müssten die Kinder oft frieren und der Unterricht ist unnötig gestört“, berichtet Franz Biechl über das Gespräch. Die geräuschlosen „CO2-Ampeln“ seien deshalb eine wertvolle visuelle Unterstützung während des Schulbetriebs.

Dass den Schulen dabei finanziell geholfen wird, freut auch Biechl: „Da der Staat die Anschaffung in Bayerns Schulen und Kindergärten mit 50 Millionen Euro auf Antrag noch bis Ende des Jahres unterstützt, ist der kalte Zug aktuell ein heißes Thema für die öffentlichen Träger.“ Übrigens: Die „C02-Ampeln“, die Biechl für 287,68 Euro verkauft (Lieferung Anfang Dezember), stammen aus Deutschland – sind „Made in Germany, das kommt gut an“, wie er sagt; vertrieben über die Firma Werma aus Baden-Württemberg. Biechl: „Ob in Schulen oder Konferenzräumen, die Raumluftqualität wird ein wichtiges Thema bleiben.“ Daniel Wegscheider

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