Entertainer mit klaren Ansagen

Roland Hefter und die Isarrider begeistern beim Waldsommer

+
Begeisterten die Festzeltbesucher: Roland Hefter (l.) und die Isarrider.

Geretsried – Nur vier Tage nach seinem Solokonzert im Geltinger Tierheim kam der Münchner Musiker Roland Hefter erneut nach Geretsried. Im Bierzelt des Geretsrieder Waldsommers wurden seinen bissig-amüsanten Texte von der Band Isarrider unterstützt.

Zum zweiten Mal ermöglichte der Kulturverein Isar-Loisach (KIL) in Zusammenarbeit mit der Stadt ein kostenloses Konzert im Festzelt des Geretsrieder Waldsommers. Spielten „The Heimatdamisch“ im vorigen Jahr vor vollbesetzen Bierbänken, so blieben am Mittwochabend beim Auftritt von Roland Hefter und der Band Isarrider vor allem in den hinteren Reihen noch einige Plätze frei. Der gebürtige Münchner nahm‘s gelassen, erkannte er doch im Publikum langjährige Fans, die den Weg nach Geretsried nicht gescheut haben. Wer Hefter noch nicht kannte, war zunächst einmal erstaunt über dessen Entertainerqualitäten: Frei von der Leber weg erzählte er von skurrilen Erlebnissen in der Sauna, Schiebertänzen in seiner Jugend sowie von Morddrohungen, die er wegen seinem Anti-AfD-Song „Mia ned“ erhalten hatte. Musikalisch gingen Hefter (Gitarre und Gesang), Wolfi Hierl (Gitarre), Erich Kogler (Bass), Babs Margeth (Schlagzeug) und Stephan Reiser (Saxophon) dagegen auf Nummer sicher.

Eingängiger Rock wechselte sich mit Balladen und lustigen Coverversionen bekannter Hits ab. So wurde aus dem Smokie-Klassiker „Living next door to Alice“ eine bayerische Hymne an seine Lieblingsbedienung: „Alice, bring ma no a Helles“. Prompt brachten Festwirt Christian Fahrenschon und sein Team frischgezapfte Massen auf die Bühne. In der Pause und nach dem Konzert griffen die Festzeltgäste zu einem besonderen Angebot. Hefter verkaufte Fußmatten und seine aktuelle CD zum Schnäppchen-Doppelpack-Preis von 20 Euro. Wer nur das aktuelle Album erwarb, half mit einem Beitrag von 2 Euro der Aktion „Ein Herz für Münchner Rentner“. „3000 von ihnen müssen jährlich die Stadt verlassen, weil sie sich die hohen Mieten nicht mehr leisten können“, kritisierte Hefter. Ohnehin solidarisierte er sich als bekennender Fan des Fußball-Drittligisten TSV 1860 München und Mitglied der strauchelnden SPD mit den vermeintlichen Underdogs: „Du bist ned die Nummer 1“, heißt es in einem seiner Lieder. Volksnah suchte Hefter dann nach zwei rund 75-minütigen Konzertblöcken den Kontakt zum Publikum und ließ auch jede Menge Selfies mit seinen Fans zu. Peter Herrmann

Auch interessant

Meistgelesen

Amtsgericht: 61-jähriger Anwohner behindert Räumarbeiten
Amtsgericht: 61-jähriger Anwohner behindert Räumarbeiten
Trotz Regenwetter: Viele Schaulustige bei Tölzer Truckertreffen am Moraltpark
Trotz Regenwetter: Viele Schaulustige bei Tölzer Truckertreffen am Moraltpark
Staatsminister Bernd Sibler zeigt sich beeindruckt vom Erinnerungsort
Staatsminister Bernd Sibler zeigt sich beeindruckt vom Erinnerungsort
Neuaufstellung Nahverkehrsplan: erste Zwischenbilanz im Umweltausschuss
Neuaufstellung Nahverkehrsplan: erste Zwischenbilanz im Umweltausschuss

Kommentare