„Urängste überwinden“

Rudi Mühlhans konnte nur bedingt für Kinder- und Jugendliche da sein

Rudi Mühlhans ist Geschäftsführer der Jugendarbeit in Geretsried.
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Rudi Mühlhans ist Geschäftsführer der Jugendarbeit in Geretsried.

Geretsried – Zu Beginn des neuen Jahres lassen wir Persönlichkeiten aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen zu Wort kommen. Im Gespräch berichtet Geschäftsführer des Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit Geretsried Rudi Mühlhans.

Mit welchen drei Adjektiven würden Sie das Jahr 2020 beschreiben und in einem Satz erläutern warum?
„Angstvoll, hart, hell. Die Antworten auf die weiteren Fragen führen zum „warum“.
Wie haben Sie das vergangene Jahr erlebt: berichten Sie…
„Es war in vielem ein sehr herausforderndes, hartes Jahr, mit viel Verunsicherungen, Ängsten und Umbrüchen. Dennoch konnte ich viele schöne Stunden in der Natur, mit meiner Frau und der Familie verbringen. Unabhängig von Corona durfte ich bei einer extremen Belastung im Frühjahr den Zusammenhalt in der Familie und die Solidarität und Anteilnahme sehr vieler Menschen erleben. Es hat 2020 sehr gut getan, viel Licht zu erleben.“
Welche Nachteile hat ihnen die Corona-Pandemie eingebracht?
„Massive Herausforderungen waren die kurzfristigen, uneindeutigen und häufig wechselnden rechtlichen Grundlagen für unser Arbeit bzw. die „verordnete“ Schließung unserer Angebote. Es war nur sehr bedingt möglich, für Kinder und Jugendliche da zu sein.“
Können Sie aus der Krise auch etwas Positives für sich herausziehen?
„Es gibt immer Menschen die bereit sind, mit Kreativität Lösungen für Probleme zu suchen und neue Wege zu gehen.“
Gibt es ein spezielles Erlebnis, dass sie persönlich geprägt hat?
„Tod und Trauer ist das Existenzielle, was es gibt. Natürlich wissen wir das rational alle. Es im nahen Umfeld erleben zu müssen und nichts tun zu können ist dennoch bitter.“
Welche Herausforderungen sehen Sie für die Zukunft?
„Dass die Menschheit wieder Vertrauen und Zuversicht gewinnt und die ans Licht gekommenen Urängste überwindet.“
Wie sehen Ihre konkreten Pläne für 2021 aus?
„Privat: mich des Lebens freuen, Zeit mit meiner Frau verbringen, Sport treiben und mich gesellschaftlich engagieren. Beruflich: die für die Menschen in Geretsried erforderlichen Angebote im sozialen Bereich gut fortsetzen und wo nötig aufbauen. An vorderster Stelle: das Bürger- und Jugendzentrum in Stein.“

Die Fragen stellte Daniel Wegscheider

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