Rund 90 Einsatzkräfte kämpften vier Stunden gegen das Feuer im Tölzer Verbundplattenwerk

Brand im Sägewerk

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Flammen und Zerstörung: Am Samstag brannte die Nebenhalle eines Verbundplattenwerk in Tölz, dabei brannten Sägemehl und Holzbriketts.

Bad Tölz – Feuer im Nebengebäude des Verbundplattenwerks in der Lenggrieser Straße in Tölz. Die Einsatzkräfte waren rund vier Stunden mit dem Löscheinsatz beschäftigt, Personen wurden nach derzeitigen Sachstand keine verletzt. Der Sachschaden wird auf rund 65.000 Euro geschätzt. Die Kriminalpolizei ermittelt nun die Brandursache.

„Das Sägewerk brennt“: Diese Meldung ging über die Rettungsleitstelle Weilheim um 5.08 Uhr an die örtlich Feuerwehr raus. Mitarbeiter der Firma hatten beim Schichtwechsel die Flammen bemerkt und sofort den Notruf gewählt. „Eine tief schwarze, aufsteigende Rauchwolke zeigte den Einsatzkräften bereits auf der Anfahrt zum Feuerwehrhaus, dass es sich hier um einen fortgeschrittenen Brand handelt“, berichtet Hermann John von der Tölzer Feuerwehr.

Brand im Sägewerk

Flammen und Zerstörung: Am Samstag brannte die Nebenhalle eines Verbundplattenwerk in Tölz, dabei brannten Sägemehl und Holzbriketts © Feuerwehr/John
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Durch die kurze Anfahrt, das Werk liegt gleich gegenüber dem Feuerwehrgerätehaus, konnte die Brandstelle schnell ausfindig gemacht werden, berichtet John weiter. „In einer Nebenhalle, die sich in einem sehr geringen Abstand zur Haupthalle mit dem Furniertrockner befindet, brannte abgelagertes Sägemehl und Holzbrikett.“

In dieser Halle wird, nach Angaben der technischen Leitung, die abgeführte Heißluft aus dem Furniertrockner entfeuchtet und dann über den Kamin abgeführt. Ein technischer Defekt im Abluftsystem könnte den Brand somit ausgelöst haben, vermutet John.

Ebenfalls in Brand geraten ist der Dachstuhl der Haupthalle im Bereich eines Lüftungsmotors. Während sich eine Gruppe um den Dachstuhlbrand kümmerte, übernahm eine zweite Gruppe die Brandbekämpfung in der Nebenhalle. Dafür konnte das Löschwasser aus dem unmittelbar vorbeifließenden Werksbach entnommen werden.

Zudem wurde eine Löschwasserleitung von der August-Moralt-Straße über die Lenggrieser Straße in das Werksgelände verlegt. „Durch den massiven Innenangriff der Atemschutzgeräteträger konnte das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht werden“, erklärt John. Etwas zeitaufwendiger gestalteten sich dagegen die Nachlöscharbeiten. „Mit unserem Radlader wurde das verbrannte aber noch glimmende Sägemehl aus der Halle geholt und zum Löschen im Hof ausgebreitet.“

Um die letzten Glutnester im Dachstuhl zu erreichen, mussten die Feuerwehrler die Dachhaut mit Motorsägen öffnen. Die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung des Landkreises half die Einsatzleitung. Zudem rückten die Feuerwehren aus Gaißach und Greiling zur Unterstützung bei der Wasserversorgung und der Bereitstellung von Atemschutzgeräteträgern an. Insgesamt waren 16 Atemschutzgeräteträger im Einsatz und acht Geräteträger in Bereitstellung. Nach vier Stunden war der Einsatz dann für die 87 Kräfte beendet. dwe

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