Erfolgreicher Auftakt

Rund 60 Teilnehmer kommen zum offiziellen Start des Stadtradelns

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Voller Einsatz für den Klimaschutz: Landtagsabgeordneter Hans Urban (l.), Münsings Bürgermeister Michael Grasl (2.v.l.), Landrat Josef Niedermaier (3.v.l.) und die Geretsrieder Freie-Wähler-Stadträtin Sonja Frank (r.) führten die Radelgruppe in Münsing an.

Münsing/Landkreis – Noch bis zum 12. Juli treten viele Landkreisbürger kräftig in die Pedale, um fleißig Fahrradkilometer zu sammeln. Die Auftaktveranstaltung in Münsing verlief viel versprechend.

Landrat Josef Niedermaier (Freie Wähler) ging mit gutem Beispiel voran. Im rasanten Tempo radelte der Tölzer am Samstagvormittag von seiner Heimatstadt aus zum Parkplatz vor dem Münsinger Rathaus. Dort war der Münsinger Bürgermeister Michael Grasl noch damit beschäftigt, mehrere Träger Erfrischungsgetränke und eine große Tüte frischer Brezen am Treffpunkt des diesjährigen offiziellen Auftakts des landkreisweiten Stadtradelns aufzustellen. Nach und nach trudelten dann auch Wolfratshausens Zweiter Bürgermeister Fritz Schnaller auf dem E-Bike und das von Landtagskandidat Hans Urban angeführte Team „Grüner Antrieb“ ein. Der größte Pulk – ein Zusammenschluss aus Geretsrieder und Wolfratshauser ADFC-Mitglieder sowie Stadträten und Freiwilligen – füllte den kleinen Parkplatz schließlich vollständig. Erfreulich: Von Schülern über ADFC-Mitglieder bis hin zu Rentnern war alles vertreten. Auch der 84-jährige Karlheinz Rauh, einst Mitbegründer der Energiewende Oberland, schreckte als ältester Teilnehmer nicht vor dem steilen Steigungsgefälle zwischen Wolfratshausen und Münsing zurück.

„Im Vordergrund soll der Spaß stehen“, betonte Andreas Süß. Der Klimaschutzbeauftragte des Landkreises erhofft sich zudem ein positive Öffentlichkeitswirkung. „Wir wollen auch Werbung für Strecken machen, die man ohne Auto zurücklegen kann“, betonte er. Was lag also näher, als den vor Kurzem eingeweihten Radweg zwischen Münsing und Weipertshausen zur diesjährigen Eröffnungsstrecke zu küren? Davor nutzte Michael Grasl die Gelegenheit, daran zu erinnern, wie schwierig und langwierig sich der Bau von Radwegen mittlerweile gestaltet. Seien es komplizierte Verhandlungen mit Grundbesitzern, die nur wenig Fläche abgeben wollen, oder mitunter überzogene Naturschutzvorgaben: „Die Verfahren müssen vereinfacht und beschleunigt werden“, forderte Grasl. 

„G‘scheide Radwege“ bauen

Landrat Josef Niedermaier konnte seine Sorgen über den Bau von Radwegen nachvollziehen. „Wir tun uns immer noch schwer, geeignete Ausgleichsflächen zu finden“, räumte der Tölzer Landrat ein. Die Grundakzeptanz für die Notwendigkeit eines erweiterten Radwegenetzes sei zwar da. „Aber wenn ich Radwege bauen will, muss ich was Gescheites machen: Eine Breite von 1,50 Meter reicht nicht“, sagte Niedermaier weiter. Der Eurasburger Landtagsabgeordnete Hans Urban forderte zwar auch eine schnelle Mobilitätswende, warnte aber auch vor zu starker Bauaktivität: „Wir dürfen jetzt nicht inflationär alles zubetonieren und müssen weiterhin auf den Erhalt von Biotopen achten“, gab er zu bedenken.

Bis zum 12. Juli sind nun noch alle Bürger oder Personen, die im Landkreis wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule besuchen, aufgerufen, ihre gefahrenen Radkilometer auf der Internetseite www.stadtradeln.de einzutragen. Auch wer sich am 22. Juni noch nicht angemeldet hatte, kann dies bis zum Freitag, 12. Juli, nachholen. Peter Herrmann

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