Gefährliche Eislöcher

Badestelle ist besonders für Kinder leicht zu übersehen

Warnschild Eisfläche aufbrechen verboten
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Eisbaden: gerne, aber zum Schutz aller nur in beschilderten und abgesperrten Bereichen.

Sachsenkam – Eisbaden ist in Skandinavien populär und auch im Landkreis begeistern sich immer mehr Menschen dafür.

Aber Obacht: Um in die kalten Fluten eintauchen zu können, muss zuerst ein Loch in die Eisdecke geschlagen werden. Ein zweijähriges Kind übersah in diesem Winter ein solches und brach am Kirchsee-Steg ein.

Die Konsequenz: Das Abkühlen im Winter ist dort nun verboten, die Eisbader müssen sich eine neue Stelle suchen, um ihren Hobby nachzugehen. „Eisbaden hat es bei uns bisher noch nicht gegeben, und eigentlich kann man ja auch nichts dagegen sagen“, sagte Bürgermeister Andreas Rammler in den jüngsten Sitzung des Sachsenkamer Gemeinderats. Gefährlich sei das Loch am Kirchsee jedoch wegen der Nähe zum Steg: „Hier ziehen sich viele Leute die Schlittschuhe an und gehen aufs Eis.“ Dünne Stellen seien bisweilen schwer erkennbar: „Tagsüber wird ein Loch ins Eis geschlagen, und nachts friert es wieder zu. Wenn dann auch noch Schnee fällt, kann man kaum noch erkennen, dass die Stelle zu dünn ist“, erläuterte Rammler. Erwachsene seien vielleicht vorsichtiger, „aber kleine Kinder latschen einfach rum.“ So sei es auch zu dem Unfall gekommen. „Danach hätten viele besorgte Eltern bei der Gemeinde angerufen und Mails geschrieben, berichtete Rammler. Er habe sofort gehandelt und habe das Eisbaden verboten. Zudem ließ er die Stelle absperren: „Der Großteil der Betroffenen war auch recht verständnisvoll.“ Im Gespräch einigten sich die Räte: die Eisbader sollen sich eine geeignetere Stelle suchen, die nicht so stark frequentiert ist. Zudem soll der Bereich um das Loch im Eis zukünftig beschildert und abgesperrt werden. Patrick Staar

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