Einweihungsfeier des 1,45 Millionen Euro teuren Bauvorhabens

Sanierung der Tölzer Hütte beendet: „Riesengroßes Engagement“

Tölzer Hütte
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Freude über die gelungene Generalsanierung bei (v.l.) Landrat Josef Niedermaier, DAV-Präsidiumsmitglied Ludwig Wucherpfennig, Vorstandsmitglied Martin Maier, Bürgermeister Ingo Mehner, Pater Thomas Abrell, Bauleiter Wolfgang Buchner, Bürgermeister Stefan Fadinger, Hüttenwart Max Nichtl und Vorstand Benedikt Hirschmann.

Lenggries – Beim wolkenlosen Tag mit bester Fernsicht hat die Sektion Tölz des Alpenvereins jüngst den Umbau ihrer 1.830 Meter hoch gelegenen „Tölzer Hütte“ am Schafreuter eingeweiht.

75 eingeladene Gäste, darunter 14 Mitglieder der Tölzer Stadtkapelle und die Almbauern aus der Nachbarschaft, waren aus dem Tal die 900 Höhenmeter über die von Sonnenstrahlen erwärmte Südflanke zum Aussichtsbalkon in unvergleichlicher Lage aufgestiegen, um mit dem Alpenverein das gelungene Werk zu feiern.

Ludwig Wucherpfennig, Präsidiumsmitglied des Deutschen Alpenvereins, lobte die „hervorragende Herangehensweise“ bei diesem 1,45 Millionen Euro teuren Bauvorhaben: Die Tölzer Sektion habe den mutigen Entschluss gefasst, das hundert Jahre alte alpine Unterkunftshaus nicht weiterhin scheibchenweise auszubessern, sondern eine umfassende Generalsanierung vorzunehmen. „Die Hütte ist nicht wiederzuerkennen“, sagte Wucherpfennig voller Anerkennung.

Sektionsvorstand Benedikt Hirschmann freute sich über die „schöne neue Hütte“ und sprach den Planern und allen Handwerkern, freiwilligen Helfern und Spendern seinen Dank für das Gelingen des Vorhabens aus. Dazu hätten auch die Wirtsleute Alexander und Sylvia Schrempf beigetragen, die in dieser außerordentlich schwierigen Baustellen-, Corona- und Schlechtwettersaison den Betrieb auf Laufen gehalten hätten. Bauleiter Wolfgang Buchner habe „den reibungslosen Sanierungs- und Bauverlauf wunderbar gemanagt“.

Hüttenwart Max Nichtl lobte das „riesengroße Engagement aller Beteiligten“ und dankte auch dem Vorstand und der Geschäftsstelle: „Wir waren ein Superteam.“ Beteiligte Handwerker hätten ihm öfters gesagt: „Wir haben noch nie so einen Zusammenhalt erlebt wie auf dieser einzigartigen Baustelle droben am Berg.“ Nichtl erinnerte auch noch an den zu früh verstorbenen Vorsitzenden Paul Schenk: „Es war sein Verdienst, dass wir dieses Projekt angepackt haben.“

Landrat Niedermaier lobt Alpenverein

Landrat Josef Niedermaier würdigte die gesellschaftliche Bedeutung und den Mut des Alpenvereins, dessen schwierige Gratwanderung darin bestehe, „für unsere Heimat den Naturschutz, die Bedürfnisse der Menschen nach Erholung und schwierige bauliche Herausforderungen wie etwa den Brandschutz in Einklang zu bringen“.

Zu den Gratulanten gehörte auch der Tölzer Bürgermeister Ingo Mehner. Er machte deutlich, weshalb die Stadt gerne dazu bereit war, eine Bankbürgschaft für das Bauvorhaben in Tirol zu übernehmen: „Was der Alpenverein hier leistet, dient der Erholung und Umweltbildung der Menschen und kommt als Nutzen für die Stadt und ihre Bürger zurück.“ Mit der von der Bürgschaft konnte der Alpenverein ein besonders günstiges Sparkassendarlehen in Anspruch nehmen.

Auch der Gaißacher Bürgermeister Stefan Fadinger, der als Almhirte oftmals in dem Gebiet tätig war, gratulierte dem Alpenverein im Namen der Almleute und bat um einen Applaus für die Wirtsleute. Seitens der Sparkasse überreichte Christian Schindler einen Spendenscheck.

Kirchlicher Segen auf 1.830 Meter Höhe

Den kirchlichen Segen für die Hütte und alle Menschen, die dort ein- und ausgehen, erbat zum Schluss Franziskanerpater Thomas Abrell. Seit 2002 jedes kommt er jedes Jahr zur Bergmesse. Anfangs war er noch im Tölzer Franziskanerkloster tätig, aber seit vielen Jahren reist er in treuer Verbundenheit dafür eigens aus dem 700 Kilometer entfernten Osnabrück an.

Zuletzt sind auch noch die Mitglieder der Tölzer Stadtkapelle zu nennen, die jedes Jahr zur Tölzer Hütte aufsteigen, um die Bergmesse musikalisch zu umrahmen. Diesmal blieben sie – 14 an der Zahl – gleich für zwei Tage, um nach der Einweihungsfeier auch an der Gestaltung der Messe am Sonntag mitzuwirken. Rainer Bannier

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