Erneute Kostenexplosion

Sanierung des Eisstadions kommt auf 9,47 Millionen Euro

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Anfang September wurden die Dachbinder auf das Eisstadion gehoben, der Spielbetrieb soll am 15. November beginnen.

Geretsried – Der Umbau des Heinz-Schneider-Eisstadions wird erheblich teurer als im Frühjahr angenommen. Damals wurde mit Kosten von rund 8,1 Millionen Euro gerechnet, nun kletterte die Schätzung auf 9,47 Millionen Euro brutto.

Eine positive und eine unangenehme Nachricht teilte Ingenieur Daniel Hock vom Münchner Architektenbüro Kiessler + Partner GmbH dem Bau- und Umweltausschuss in seiner jüngsten Sitzung mit. Er geht zwar nach wie vor davon aus, dass der Spielbetrieb im Heinz-Schneider-Eisstadion wie geplant am 15. November beginnen kann. Die Sanierungskosten, die im Frühjahr noch auf etwa 8,1 Millionen Euro geschätzt wurden, sind aufgrund der enormen Preissteigerungen in der Baubranche und unvorhergesehen Hindernissen auf der Baustelle, aber auf nunmehr 9,47 Millionen Euro gestiegen. „Wir sind umzingelt von Normen, die wir einhalten müssen“, erklärte Hock. So muss beispielsweise die Sprachalarmierung im Eisstadion auf den neuesten Stand gebracht werden. Zudem gilt es, ein Rolltor für das Eisaufbereitungsfahrzeug und zusätzliche Stahlblechtüren einzubauen. Darüber hinaus wurden während der Bauarbeiten Schadstoffe im Untergrund gefunden, die es zu beseitigen galt. Dass auch noch wertvolle Kupferkabel von der Baustelle entwendet wurden, ist da nur einer von vielen Kostenmehrungsfaktoren. „Das ist eine Baustelle, die uns kostenmäßig ganz schön fordert“, bilanzierte Stadtarchitekt Christian Müller. Der Bau- und Umweltausschuss nahm die aktualisierte Berechnung ohne Debatte zur Kenntnis und vergab zudem die Leistung für die Installation der Stahlblechtüren. Von mehreren angeschriebenen Firmen gab nur die H+ H Brandschutz Service GmbH ein Angebot ab. Es liegt bei 214 200 Euro – das sind fast 53 000 Euro beziehungsweise 32,6 Prozent mehr als ursprünglich vorgesehen. Gegen die Vergabe stimmte nur Volker Witte. Der Stadtrat der Grünen hält den Betrieb eines Eisstadions in Zeiten des Klimawandels ohnehin für nicht mehr vertretbar und positionierte sich auch schon in vorhergehenden Sitzungen gegen die aufwändige Sanierung.Peter Herrmann

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