Frische Luft für Schüler

Sanierungsmaßnahmen: Lüftungszentrale der Turnhalle soll erneuert werden

Die staatliche Realschule in Wolfratshausen
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Wird erneuert: Die staatliche Realschule in Wolfratshausen.

Wolfratshausen – In der Turnhalle der Realschule Wolfratshausen gibt es eine zweiteilige Lüftungszentrale, die künftig Klassenräume und die Sporthalle mit sauberer Frischluft versorgen soll.

Für die Erneuerung der betagten und nach heutigen Erkenntnissen überdimensionierten Anlage will der Landkreis 669.000 Euro aufwenden, wie am Montag im Schul- und Bauausschuss beschlossen wurde. Allerdings, so Hauptamtsleiter René Beysel, werden sich dadurch vermutlich die Gesamtkosten der „Teilgeneralsanierung inklusive Aufstockung Fachsaalgebäude und Neubau einer Ganztagsschule“, die auf 14,5 Millionen Euro veranschlagt sind, nicht wesentlich erhöhen.

Mit Einsparungen zu rechnen

In der gleichen Sitzung in Bad Tölz wurden nämlich mehrere Gewerke für die Schule (nichtöffentlich) vergeben. Und hier sei, so Beysel, mit Einsparungen gegenüber den ursprünglichen Ansätzen zu rechnen. Die Handwerker hatten nämlich teilweise günstigere Angebote abgegeben.

Im Zeitplan

Zunächst jedoch berichtete Beysel dem Ausschuss von den Baumaßnahmen an der Realschule, die den Landkreis schon seit längerem beschäftigen. Obwohl es in der vergangenen Woche eine Verzögerung gab, sei man mit dem neuen Holzgebäude für die offene Ganztagsschule voll im Zeitplan. Vorausgegangen war das Betonieren der Bodenplatte, in den letzten Tagen wurden bereits die Holzbauteile aufgestellt, wie Beysel mit aktuellen Fotos belegte.

Zweiteilige Lüftung

Im Zuge der Arbeiten an der Schule habe man sich bemüht, die beiden 30 Jahre alten Lüftungszentralen im Untergeschoss der bestehenden Turnhalle zu ersetzen, ohne ein neues Gebäude errichten zu müssen. Die neue zweiteilige Lüftung sei so ausgelegt, dass sie künftig das Fachsaalgebäude einschließlich der vorgesehenen Aufstockung und die Turnhalle mit Frischluft versorgen könne. Ob bis zu 60 Sportler, Schüler an Tischen bei schriftlichen Prüfungen oder Schulveranstaltungen mit bis zu 350 Personen, für knapp 690.000 Euro bekomme man eine Anlage, die entsprechende Kapazität habe, um den aktuellen Vorschriften zur entsprechen.

Es geht nicht nur um Luftaustausch

Dabei geht es aber nicht nur um Luftaustausch, im Winter muss die in die Räume geleitete Frischluft auch vorgeheizt werden. Die gute Nachricht: für die Anlage gibt es verschiedene Förderprogramme des Staates. „Mit 50 Prozent der Kosten ist auf jeden Fall zu rechnen“, so Beysel.

Künftig schärfere Vorschriften

Alois Bauer (Freie Wähler) wollte wissen, ob die Lüftung dann auch den neuen Richtlinien entspreche. Die gebe es (noch) nicht, so Beysel. Sicher sei, dass es angesichts der Pandemie künftig schärfere Vorschriften und Anforderungen bei der Luftreinhaltung geben werde, was genau komme, sei aktuell aber nicht bekannt. „Wir sind nach den derzeit aktuellen Richtlinien unterwegs“, so Beysel.

Kassensturz im Juni/Juli

Im Juni und Juli werde es noch einmal große Ausschreibungen für die Baumaßnahmen geben, dann werde „Kassensturz gemacht“, um zu sehen, ob man bei Kreiskämmerer Ralf Zimmermann erhöhte Kosten anmelden müsse. Man hofft aber, mit den veranschlagten 14,5 Millionen Euro in den Haushaltsjahren 2022 bis 2024 über die Runden zu kommen. Entsprechende Zuschussanträge sollen gestellt werden.

Konzept heißt „SEKE 2035“

Klaus Mair (Grüne) fragte nach dem Stand der im Vorjahr von der Fraktion der Grünen beantragten Evaluierung und Fortschreibung des Grundsatzbeschlusses zum Ressourcen-, Natur-, Klima- und Umweltschutz. Dieses Schulentwicklungskonzept Energiewende wird SEKE 2035 genannt. Dazu Beysel: „Ich kann keinen Vollzug melden, es ist aber auch nicht liegen geblieben.“ Er zählte dann verschiedene Maßnahmen im Schulbereich des Landkreises auf, wie die Verwendung von Recyclingschotter als Dämmung unter dem Estrich, den Einsatz von Grundwassersonden oder Wärmepumpen. „Wir sind sensibilisiert und werden über alle Bauvorhaben rübergehen“, so Beysel. Dem pflichtete auch Landrat Josef Niedermaier bei, der meinte, beim Thema Dämmung der Gebäude werde man auch in Zukunft am Ball bleiben.

Karl Bock

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