„Wenn die Krise etwas Gutes hat, dann, dass sich so viele Menschen Hilfsbereitschaft zeigen“

Scheidender Tölzer Bürgermeister dankt Maskennäherinnen

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Andrea Raible (l.) hatte sich spontan bereiterklärt, zusammen mit Bekannten Masken für die Stadt zu nähen. Auch der Frauenverband IGMG der Tölzer Mevlana Moschee (Foto rechts) hat das Maskennähen für die Stadt aktiv unterstützt.

Bad Tölz - Bürgermeister Josef Janker hatte seinen letzten Tag im Dienste der Stadt. Als eine seiner letzten Amtshandlungen dankte er in dieser Woche den freiwilligen Tölzer Näherinnen von Mund-Nasen-Masken.

„Wenn die Krise etwas Gutes hat, dann, dass sich viel Menschen in unserer Stadt sehr für das Gemeinwohl einsetzen“, freute sich Bürgermeister Josef Janker zum Ende seiner Amtszeit. Er dankte allen Helfern, die in den vergangenen Tagen für die Stadt Mund-Nase-Bedeckungen genäht hatten.

Mit Blumensträußen dankte Josef Janker dem Kreis um Andrea Raible, die zusammen mit vier befreundeten Frauen die erste Masken-Näh-Aktion ermöglicht hatte. Inzwischen hat sich auch der Frauenverband IGMG der Tölzer Mevlana Moschee angeboten, das Projekt zu unterstützen und lieferte bereits am Montag die genähten Stoffmasken ab.

Die Stadt hatte über das Landratsamt den von Staatsminister Hubert Aiwanger organisierten Vliesstoff erhalten und daraus über 1.000 Masken nähen lassen. Einen Teil dieser Stoffmasken hatte sie an die Freiwillige Feuerwehren Bad Tölz und Ellbach weitergereicht. Damit können die Feuerwehrleute ihre Kollegen vor Tröpfcheninfektion schützen, wenn sie im Einsatz nicht zu jeder Zeit den gebotenen Mindestabstand untereinander einhalten können. Auch an Mitarbeiter im Josefistift gingen einige Stoffmasken.

„Ich bedanke mich ausdrücklich bei allen Tölzerinnen und Tölzern, die – ob für uns oder in privater Initiative – Masken nähen. Diese Masken verhindern nicht, dass sich der Träger nicht doch mit dem COVID 19-Virus anstecken könnte. Sie schützen aber ihre Mitmenschen vor Übertragung von Sekret beim Husten, Niesen und Sprechen und machen so eine vorsichtige Rückkehr zu einem etwas normaleren Alltag wieder möglich“, so Josef Janker. dwe

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