Schmeide dankt ab

Kreisbrandrat legt Amt nieder: Neuwahlen innerhalb von sechs Monaten

+
Beim Fliegerbomben-Einsatz in der vergangenen Woche war er noch im Dienst, jetzt trat er als Kreisbrandrat zurück: Alfred Schmeide.

Landkreis – In der vergangenen Woche war er noch in Amt und Würden, als in Geretsried ein Krisenstab wegen der gefundenen Fliegerbombe tagte. Nun trat Kreisbrandrat Alfred Schmeide ab. Die Nachricht aus dem Landratsamt kam für viele überraschend.

„Aus persönlichen Gründen ist Herr Kreisbrandrat Alfred Schmeide mit Wirkung zum 30. April 2020 von seinem Amt zurückgetreten“, teilte Landrat Josef Niedermaier mit. Der Kreisbehördenchef dankte Schmeide für dessen stets großes Engagement. So habe Alfred Schmeide gleich zu Beginn seines Amtes im Januar 2019 sein Können im damals ausgerufenen Katastrophenfall (starke Schneefälle) zeigen und die schwierige Situation aus dem Stand mit Bravour meistern können.

„Alfred Schmeide gebühren für seine geleisteten Dienste mein persönlicher Respekt und Dank für seinen unermüdlichen Einsatz für das Allgemeinwohl. Ich bedauere sehr, dass diese konstruktive Zusammenarbeit nun enden wird und möchte in diesem Zuge Herrn Alfred Schmeide beruflich als auch privat alles Gute und weiterhin viel Erfolg wünschen“, so Niedermaier.

Schmeide war relativ kurz Kreisbrandrat. Am 6. Januar 2019, zur Dreikönigsversammlung der Kreisfeuerwehren, trat er offiziell sein Amt an, als Nachfolger von Karl Murböck. Die Entscheidung zum neuen „KBR“ war recht knapp. Denn während der Lenggrieser Schmeide 28 Stimmen erhielt, schaffte es Herausforderer Josef Limm aus Münsing, 27 Stimmen für sich zu verbuchen. Also ein denkbar knapper Vorsprung für Schmeide, der hauptberuflich als Ausbilder im Fachbereich Brandschutz an der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried arbeitet.

Laut Stefan Kießkalt, Pressesprecher der Kreisbrandinspektion Bad Tölz-Wolfratshausen, werde bis zu einer Wahl eines neuen Kreisbrandrats – durch die Kommandanten der Feuerwehren im Landkreis – Kreisbrandinspektor Erich Zengerle kommissarisch als Stellvertreter agieren. Dabei teilt er sich diese Aufgabe mit Kreisbrandinspektor Wolfgang Stahl. Kießkalt zufolge muss die Neuwahl innerhalb von sechs Monaten erfolgen. tka

Auch interessant

Kommentare