„Eine verpasste Chance“

Schock für Verein „Surfwelle Wolfratshausen“: Aus kommt plötzlich

Surfer auf den Weg zur künstlichen Welle Nähe der Weidachmühle
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Aus der Traum von der künstlichen Welle: Eine Mitgliederversammlung soll nun die Zukunft des Vereins klären.
  • Franca Winkler
    VonFranca Winkler
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Wolfratshausen – Der Verein „Surfwelle Wolfratshausen“ reagierte geschockt über das plötzliches Aus der künstlichen Welle in Weidach.

Bereits seit 2013 macht sich der Verein „Surfing Wolfratshausen“ für den Bau einer Flusswelle in Weidach stark. Der Stadtrat entschied kürzlich, dass eine erneute Kostensteigerung nicht mitgetragen werde, wodurch dem Projekt Surfwelle das Aus droht. Nun hat der Verein Stellung bezogen.

Aus Sicht des Vereins sei dies „eine verpasste Chance, da die Stadt einen Großteil der Investitionssumme nicht aus dem eigenen Budget bezahlen müsste und einen weiteren Teil nur zwischenfinanzieren würde“, heißt es in dem Statement des Vereins „Surfwelle Wolfratshausen“.

„Unüberwindbare Hürden“

Die ihr Engagement für das Projekt betonten, wodurch es gelungen sei, „viele scheinbar unüberwindbare Hürden zu meistern“. Als Beispiel wird die Finanzierungslücke von 2019 genannt, die dank einer spontanen Spendenaktion innerhalb von zehn Tagen 64.000 Euro eingebracht hat. Ebenso konnte eine drohende Klage des Fischereivereins gegen die wasserrechtliche Genehmigung durch ein Kooperationsangebot abgewendet werden.

Das die jüngste Kostensteigerung für den Bau der künstlichen Welle nicht in den Haushalt eingestellt werde, überraschte Vereinsvorsitzende Stefanie Kastner. Sie habe erst wenige Tage vor der Stadtratssitzung von den aktuellen Entwicklungen erfahren. „Viel zu spät, um noch gegensteuern zu können“, zeigte sich Kastner enttäuscht.

Kastner schockiert

Immerhin habe der Verein bereits sehr viele vertragliche Verpflichtungen übernommen und die Übernahme von Kosten im Hinblick auf den Betrieb, sowie anteilig für die Wellenkonstruktion und Rückzahlungen für einen Teil der Baukosten aus den Vereinsüberschüssen zugesagt.

Daher habe der Verein keine zusätzlichen Kosten übernehmen können. „Dass es dann innerhalb von einer Woche gleich zu einem Beschluss führt, ohne dass wir die Möglichkeit hatten, Lösungen zu finden“, schockierte Kastner. Vorstandsmitglied Katharina Maier wirft ein: „Kann es sich Wolfratshausen denn wirklich leisten, sich den Bau der Welle nicht zu leisten?“

Wie es nun weitergeht, soll eine außerordentliche Mitgliederversammlung im März zeigen. Man werde nach Möglichkeiten suchen, den Verein zweckgemäß weiter zu führen. Aber auch eine Schließung sowie Rückabwicklung der Spenden, schließt der Vereinsvorstand nicht aus.

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