ABC-Schützen unterwegs

Schulstart im Tölzer Land: Vorsicht auf dem Schulweg geboten

Schulkinder überqueren eine Straße.
+
Am Dienstag, 14. September, geht die Schule wieder los. Dann muss wieder mit vielen Kindern auf den Straßen gerechnet werden.
  • Viktoria Gray
    VonViktoria Gray
    schließen

Landkreis - Die Kreisverkehrswacht Bad Tölz- Wolfratshausen empfiehlt umfassende Vorbereitungen und Präventionen, damit Schulkinder sicher ihren Schulweg meistern können.

Am Dienstag, 14. September, beginnt das neue Schuljahr. Wie Erste Vorsitzende der Kreisverkehrswacht Bad Tölz-Wolfratshausen Ilka Fottner berichtet, machen sich dann 7.844 Grundschüler und davon circa 1.150 Erstklässler wieder jeden Morgen auf den Weg zur Schule.

Weniger Schulwegunfälle wegen Homeschooling

Die Zahl der Schulwegunfälle sei im Pandemiejahr 2020 deutlich gesunken. So sind sie laut bayerischer Verkehrsunfallstatistik – vor allem wegen des Homeschoolings – um ein gutes Drittel (36,7 Prozent) zurückgegangen. Trotzdem: „Damit der Schulweg sicher bleibt und noch sicherer wird, brauchen gerade Erstklässler in den ersten Schulwochen Unterstützung, um sich an den Straßenverkehr zu gewöhnen“, appelliert Fottner.

Auf die Schulanfänger würden viele neue Aufgaben zukommen. „Für die ABC Schützen ist der Schulweg eine echte Herausforderung“, erklärt Fottner. Der im Kindergarten trainierte Weg solle in kurzer Zeit in die Praxis umgesetzt werden. Damit es dabei nicht zu Zwischenfällen kommen kann, sei „eine umfassende Vorbereitung und Prävention das A und O“.

Sicheren Weg üben

Dabei würde jeder Schulweg anders aussehen. Eines gelte aber für alle Wege: „Egal ob zu Fuß, per Bus oder mit dem Auto - Eltern und Verantwortliche sollen mit den Kindern den sicheren Schulweg üben“, so Fottner.

Die Kreisverkehrswacht empfiehlt daher:

  • Wählen Sie den sichersten Schulweg aus: Oft lohnt ein kleiner Umweg, etwa wenn dadurch Ampeln oder von Schülerlotsen betreute Wege genutzt werden können.
  • Vormachen: Den ausgewählten Weg vor dem ersten Schultag mit dem Kind zusammen gehen und schrittweise vorbildliches Verhalten erklären. Der Weg sollte zudem am besten zu der Tageszeit und an einem Wochentag gegangen werden, an dem auch das Kind zur Schule unterwegs sein wird.
  • Überprüfen: Bevor das Kind allein zur Schule geht, sollte darauf geachtet werden ob es: am Bordstein immer anhält, den Blickkontakt mit dem Fahrzeugführer sucht, das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer berücksichtigt, die eigene Absicht anzeigt sowie die Geschwindigkeit von Fahrzeugen abschätzen kann.
  • Zeit lassen: Die Kinder immer rechtzeitig auf den Weg schicken, dass sie in Ruhe gehen können und sich nicht hetzen müssen.
  • Mit dem Fahrrad erst nach bestandener Fahrradprüfung: Der Schulweg mit dem Fahrrad, sollte grundsätzlich nicht vor Abschluss der Fahrradprüfung erfolgen.
  • Mit dem Bus zur Schule fahren, will gelernt sein: Die gefährlichste Situation ist das Überqueren der Fahrbahn vor oder hinter dem Bus. Eltern sollten mit ihren Kindern frühzeitig, das Busfahren üben und sie mit den wichtigsten Regeln vertraut machen.
  • Kickboards und Waveboards für den Schulweg tabu: Der Appell an die Eltern: Kinder nicht mit Geräten zur Schule fahren lassen, die zu schnell werden können. Eine bessere und sichere Alternative sind Tretroller.

Die ABC-Schützen müssen außerdem häufig mit einem neuen Schulweg zurechtkommen, der gerade bei Dunkelheit und in der Dämmerung besondere Gefahren birgt. „Mit einer Warnweste lässt sich die Sichtbarkeit erhöhen und so das Unfallrisiko im Vergleich zu dunkler Kleidung halbieren“, ergänzt die Erste Vorsitzende abschließend.

Auch interessant

Kommentare