Schwarz-weißes Potpourri

Schule der Phantasie präsentiert Klecksinale-Jahresausstellung

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Präsentiert stolz die Kunstwerke ihrer Schüler: Schulleiterin Kerstin Vetter. Blickfang unterm Zeltdach: ein Schachspiel mit Beton- und Gipsfiguren.

Wolfratshausen – Jeden Sommer zeigt die Klecks-Schule der Phantasie an zwei Tagen die Kunstwerke von Kursteilnehmern. In diesem Jahr lautete die Vorgabe: „Schwarz-Weiß“.

Aufgrund der coronabedingten Hygienevorschriften waren viele der 180 Kunstwerke im Innenhof der Schule beziehungsweise unter einem seitlich geöffneten Zelt ausgestellt. Kinder und Jugendliche von zwei bis 18 Jahren sowie Erwachsene beschäftigten sich diesmal mit dem Thema „Schwarz-Weiß“.

Der Kreativität waren dabei keine Grenzen gesetzt. So wurde beispielsweise einer Gruppe ein weißes Blatt mit einem schwarzen Punkt vorgelegt. Während die einen in Windeseile ein Gesicht zeichneten, ließen sich andere Kursteilnehmer mehr Zeit und entwickelten verschnörkelte Muster. Ein anderer Kurs fertigte Tonfiguren an und setzte sie dann in künstliche Zoolandschaften ein.

Einen weiteren Blickfang stellte ein Schachspiel mit Beton- und Gipsfiguren dar. Wie nahezu alle Kunstwerke konnten es die Besucher der Jahresausstellung käuflich erwerben. Anspruchsvolle Maltechniken waren schließlich in der Werkstatt zu bewunderten. Dort galten Maskenpflicht und eine Beschränkung auf zehn Besucher.

Und was faszinierte die Maler und Grafiker an der Schwarz-Weiß-Themenstellung? „Gerade bei Landschaftsbildern lassen sich Kontraste so noch deutlicher herausarbeiten“, erklärte die Grafikerin Carolin Kunz auf Nachfragn. Neben Collagen traf diese Einschätzung auch auf Kohlezeichnungen zu. Selbstverständlich hat auch Schulleiterin Kerstin Vetter ein Bild ausgestellt. „Oft ist es besser, nicht lange nachzudenken und einfach drauflos zu malen“, empfiehlt sie ihren Schülern. Bei einem Gewinnspiel hatten die Ausstellungsbesucher schließlich die Qual der Wahl, die drei besten Werke unter all den Scherenschnitten, Töpferarbeiten, bemalten Steinen und Bildern zu küren.

Eine Aufgabe hatte die Schule der Phantasie jedoch schon vor der Jahresausstellung gemeistert. War es vor zwei Monaten noch nicht einmal klar, ob Veranstaltungen, Kurse und Ausstellungen überhaupt stattfinden können (wir berichteten), so hat sich die Situation seit Juni deutlich entspannt. „Wir arbeiten oft draußen und die Kinder halten sich vorbildlich an die Abstandsregeln“, stellte Vetter zufrieden fest. Der Fortbestand der Klecks-Schule ist damit vorerst gesichert.Peter Herrmann

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