Rakete, Pistole und Maßkrug

Sicherheitsgespräch der Polizeiinspektion meldet einen Anstieg der Kriminalität

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Beim Sicherheitsgespräch: (vorne v.l.) Leni Gröbmaier (Bürgermeisterin Dietramszell), Anton Demmel (Bürgermeister Königsdorf), Michael Müller (Bürgermeister Geretsried), Stephanie Dickel (Fachbereichsleiterin Bürgerservice); (hinten v.r.) Andreas Wannek (Fachbereich Bürgerservice), PHK Andreas Gremler (Polizeihauptkommissar), Franz Schöttl (Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Geretsried), Emanuel Luferseder (stellvertretender Leiter) sowie Madeleine Halemba (Polizeihauptmeisterin).

Geretsried – Die Straftaten im Bezirk Geretsried sind gestiegen: Dies teilte jüngst die Polizeiinspektion beim Sicherheitsgespräch mit. In Zahlen bedeutet dies einen Anstieg um 96 Straftaten gegenüber dem Vorjahr. Ebenso sind die Verkehrsunfälle um 49 nach oben geklettert. Die Polizei hatte einiges zu leisten, und musste dies bei einigen Einsätzen sogar am eigenen Leib erfahren.

Eine Silvesterrakete braust in ein Wohn- und Geschäftshaus und entfacht ein Feuer: 20 Personen mussten durch das BRK betreut werden; der Schaden wird auf 630.000 Euro geschätzt. Eine Bewohnerin im Obdachlosenheim zückt eine Schreckschusspistole und feuert in Richtung der Polizeibeamten. Und: In einer Juninacht bei einer Veranstaltung auf der „Böhmerwiese“ fliegt ein Maßkrug – dieser trifft einen Polizisten und verletzt ihn schwer. All diese Polizeieinsätze passierten im vergangen Jahr in Geretsried und wurden beim Sicherheitsgespräch erwähnt.

Dienstellenleiter und Polizeihauptkommissar Franz Schöttl stellte in den Räumen der Polizeiinspektion nun das Zahlenwerk vor: Im Jahr 2018 wurden im Dienstbereich insgesamt 1.370 Straftaten (2017: 1.274) in der Kriminalstatistik erfasst. „Dies bedeutet einen Anstieg um 96 Straftaten gegenüber dem Vorjahr“, berichtete Schöttl. Die Delikte lassen sich Kategorisieren.

An der Spitze stehen knapp 300 Raubüberfälle, die einfache bis schweren Körperverletzungen umfassen. Gefolgt von Eigentumsdelikten (283), Straßenkriminalität (220), Vandalismus (203) und Rauschgiftverbrechen. Mit 54 Vergehen verzeichnet die Kriminalitätsstatistik Gewaltverstöße: Darunter zählen unter anderem Mord, Vergewaltigung, Erpressung sowie Raub.

Die positive Bilanz listet sich dagegen auf der Habenseite der Polizei: Insgesamt wurden nämlich 753 Tatverdächtige im vergangenen Jahr ermittelt. Der Anteil der Minderjährigen und heranwachsenden steigerte sich hierbei von 127 auf 189 Fälle.

Gestiegen ist sind im Vergleich zum Vorjahr auch die Verkehrsunfälle: Als Hauptursache verzeichnete die Polizei „Fehler beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren“ (273). Bei 167 Fällen war der zu geringe oder fehlende Sicherheitsabstand der Grund für einen Blechschaden. 65 Fahrer nahmen die Vorfahrt und 20 verschuldeten Unfälle aufgrund von Alkohol am Steuer. Schlusslicht sind „Fehler beim Überholen“, die bei einem Dutzend liegt.

18 Prozent der registrierten Unfälle beinhalteten auch Personenschäden, berichtete Schöttl und weiter: „Leider waren im Jahr 2018 auch drei Tote zu beklagen.“dwe

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