Sicherheitswacht tritt Dienst an

Polizeipräsident Robert Kopp schickt zwei Ehrenamtliche auf Streife

+
Hoffen auf eine guten Start (v. l.): Sicherheitswacht-Ausbilder Thomas Willibald, die Sicherheitswacht-Mitglieder Helmut Mazugo und Erik Eichner, Polizeipräsident Robert Kopp, Polizeiinspektionsleiter Franz Schöttl sowie Bürgermeister Michael Müller.

Geretsried – Erik Eichner und Helmut Mazugo heißen die zwei Männer, die künftig im weitläufigen Geretsrieder Stadtgebiet auf Patrouille gehen. Bürgermeister Michael Müller, Polizeiinspektionsleiter Franz Schöttl und der Präsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd Robert Kopp hoffen, dass sich bald weitere Helfer der Sicherheitswacht anschließen.

„Ich bin überzeugt, dass wir einen erfolgreichen Weg gehen und dieses Beispiel Schule macht“, sagte Müller. Bei der offiziellen Vorstellung der neuen Sicherheitswacht im Rathaus erinnerte der Bürgermeister auch daran, dass die Entscheidung des Stadtrats nicht unumstritten war. Dass am Ende nur zwei Männer die 40-stündige Ausbildung bei Thomas Willibald absolviert haben, bedauert Polizeipräsident Kopp. „Wir hätten uns gerne mehr gewünscht“, gab er zu. Geschult wurden unter anderem juristische Grundlagen, Erste-Hilfe, Psychologie sowie präventive und deeskalierende Maßnahmen. 

Ebenso wie der Geretsrieder Polizeiinspektionsleiter Franz Schöttl verwies Kopp darauf, dass die Sicherheitswacht die Polizei nicht ersetzen sondern ergänzen soll. „Es ist ein zusätzliches präventives Wirken“, erklärte Schöttl. Mittlerweile gibt es im Bezirk Oberbayern Süd 15 Sicherheitswachten mit 123 Mitgliedern. „Ich bezeichne sie gerne als wandelnde Notrufsäulen, weil sie im Ernstfall sofort die Polizei verständigen können“, so Kopp weiter. Nach diesen ermutigenden Worten erklärten Erik Eichner und Helmut Mazugo, warum sie sich der Sicherheitswacht angeschlossen haben. „Jeder sollte mehr auf seine Mitmenschen achten und nicht einfach wegschauen“, befand der 23-jährige Eichner. Der gelernte Industriemechaniker engagiert sich zudem bei der Feuerwehr und wundert sich immer wieder, warum Menschen im Straßenverkehr an einem mit eingeschalteten Warnblinklicht haltenden Auto vorbeifahren und nicht ihre Hilfe anbieten. Der 67-jährige Rentner Helmut Mazugo verriet, dass er während des Flugplatzfestes in Königsdorf mit der Polizei ins Gespräch kam und von der Sicherheitswacht erfuhr. „Polizeiarbeit hat mich schon immer interessiert, aber hauptsächlich mache ich das für die Stadt“, verriet der ehemalige Finanzbuchhalter. Um in dem weitläufigen Stadtgebiet schneller voranzukommen, dürfen die beiden Männer von der Sicherheitswacht ein Polizeiauto nutzen.Peter Herrmann

Auch interessant

Meistgelesen

5.000 Euro für Tiergestützte Pädagogik
5.000 Euro für Tiergestützte Pädagogik
Gewaltsame Auseinandersetzung zwischen zwei Mitbewohnern in Bad Tölz
Gewaltsame Auseinandersetzung zwischen zwei Mitbewohnern in Bad Tölz
Bei Corona-Fragen nicht den Notruf 110 wählen oder die örtliche Polizei anrufen
Bei Corona-Fragen nicht den Notruf 110 wählen oder die örtliche Polizei anrufen
Online Shopping in Tölz
Online Shopping in Tölz

Kommentare