„Tag der offenen Türen“

Siegesserie der Tölzer Löwen nach 7:8 gegen Bietigheimer Steelers gerissen

Eishockeyspieler
+
Trotz allen Bemühens von Lubor Dibelka (Mitte) und Max French, das entscheidende Tor schoss auch diesmal Bietigheim.

Bietigheim/Bad Tölz – Auf Revanche sannen die Tölzer Löwen als sie am vergangenen Samstag in Bietigheim antreten mussten. Hatten sie doch in der zweiten Begegnung der Saison 2020/21 den Schwaben den Zusatzpunkt lassen müssen, als sie zu Hause in der Overtime 2:3 verloren hatten.

Doch dann kam alles anders. „Das war heute Teicheishockey. Hauptsache Tore, aber keine Defensive, grantelte ECT-Coach Kevin Gaudet nach der Partie. 55 Torschüsse auf beiden Seiten hatte der Statistiker insgesamt gezählt und dabei fielen unglaubliche 15 Tore. Der „Tag der offenen Türen“ war weder der Abend der Abwehrreihen, noch der der Goalies. Dummerweise erzielten die Hausherren einen Treffer mehr und so unterlagen die Buam nach 60 unterhaltsamen Minuten mit 7:9 (3:3, 2:3, 2:2).

Manch ein zusätzliches graues Haar war da den unzufriedenen Trainern gewachsen. Besonders bitter für die Tölzer. Damit beendeten die Bietigheim Steelers die sechs Spiele andauernde Siegesserie der Löwen. „So frustriert habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt“, ärgerte sich da auch der Gästetrainer. Dabei hatte das Match mehrere Wendungen durchlebt, ehe am Ende Bietigheim knapp die Nase vorne hatte. Freilich wollte Gaudet nach dem Schützenfest seiner Truppe keine allzu großen Vorwürfe machen.

Denn die Buam gaben wieder einmal ihr letztes Hemd für Coach und Verein. Im Falle von Niklas Heinzinger gar Blut. Der Verteidiger bekam im Mitteldrittel einen Schlittschuh ab und musste mit einem tiefen Cut ins Krankenhaus. Die Wunde wurde genäht und der Youngster ist bereits wieder zu Hause. Wie lange er ausfallen wird, steht noch in den Sternen. Dabei fehlten krankheitsbedingt sowie so schon Hannes Sedlmayr, Thomas Merl und auch Tyler McNeely. Logisch, dass die Löwen im fünften Spiel binnen elf Tagen allmählich auf dem Zahnfleisch daherkommen. „Die Batterie war leer. Ich habe das schon gestern im Training gemerkt“, merkte da Gaudet an. Dadurch erklärten sich auch viele Fehler, die auch auf geistige Müdigkeit zurückzuführen sind. Dennoch lobte er seine Truppe, die erneut um jeden Zentimeter gekämpft habe.

Sie kamen da etwa nach einem 1:3- und einem 5:7- Rückstand wieder zurück. Als erfolgreiche Torschützen trugen sich dabei Reid Gardiner (16./22.) und Lubor Dibelka (6./50.) jeweils zweifach ein. Zudem trafen für die Tölzer Marco Pfleger (17.), Andreas Schwarz (21.) und Max French. Nur auf Alex Preibisch letzten Treffer zum 8:7 (56.) hatten die Gäste keine passende Antwort mehr.

Doch zum Durchschnaufen bekommen die Tölzer Löwen weiterhin keine Zeit. Nach dem Rhythmus Auslaufen, Spiel, Auslaufen und wieder Spiel geht es auch in den nächsten Tagen so weiter. Am vergangenen Montag empfingen sie Bayreuth und am Mittwoch ging’s schon, ebenfalls zu Hause gegen Crimmitschau weiter.

Ewald Scheitterer

Auch interessant

Kommentare