Simulierte Höhenflüge der Landtags-CSU

Daumen hoch: CSU-Fraktionschef Georg Schmid als Co-Pilot, aufmerksam beäugt von Bergwacht-Geschäftsführer Gerhard Opperer, den Abgeorndeten Martin Bachhuber und Reserl Sem sowie Bürgermeister Josef Janker (verdeckt).

„Ist da eigentlich was los?“ hat sich sicher schon mancher gefragt, wenn er am Bergwacht-Zentrum für Sicherheit und Ausbildung in Bad Tölz an der Flint-Höhe vorbeigefahren ist. Und ob. Erst in der vergangenen Woche stattete die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag mit seinem Vorstand Georg Schmid an der Spitze - und geführt vom hiesigen Stimmkreisabgeordneten Martin Bachhuber – der Anlage einen Besuch ab.

Die riesige Glashalle an der Grenze zur Nachbargemeinde Gaißach gelegen, ist im Oktober 2008 als Simulationsanlage für den Hubschraubereinsatz in Betrieb gegangen. Seither werden hier vor allem am Wochenende Bergwachtler, aber auch Spezialeinheiten der Feuerwehr, der Wasserwacht, der Polizei und Bundeswehr geschult. Im Gegensatz zu den "echten" Hubschraubereinsätzen ist die Simulation von Rettungseinsätzen in der Halle umweltfreundlich, da ohne Abgase und Lärm, weswegen auch nach außen der (falsche) Eindruck entstehen könnte, hier sei nichts los. Einen Überblick über die Anlage, für die allein aus Staatsmitteln 2,4 Millionen Euro aufgewendet wurden, verschaffte sich am Dienstagabend der Vorstand der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag mit seinem Vorstand Georg Schmid an der Spitze - und geführt vom hiesigen Stimmkreisabgeordneten Martin Bachhuber. Nach einem Vortrag über die Arbeit der Bergwacht im allgemeinen und die Ausbildung im Simulationszentrum im besonderen, wurde den Damen und Herren aus München durch Bergwacht-Geschäftsführer Gerhard Opperer die Höhenrettung mit dem Hubschrauber anschaulich demonstriert. Mit dabei auch der Bergwacht-Vorsitzende Alois Glück, früher selbst CSU-Abgeordneter im Bayerischen Landtag. Seit 2008 hat sich in der 60 Meter langen, 25 Meter breiten und mehr als 20 Meter hohen Trainingshalle einiges verändert, zur Hubschrauberkanzel, die - an Seilen hängend - durch den ganzen Raum manövriert werden kann, ist eine Einrichtung für die Seilbahnevakuierung gekommen, wie sie erst vor einigen Monaten bei der Brauneck-Bergbahn Realität geworden ist. In der Halle wurden verschiedene Seilbahn-Gondeln an einem Seil montiert, so dass die Bergretter lebensnah üben können, wie man die Passagiere in Sicherheit bringt, wenn der Lift mal streikt. Obwohl die weltweit einmalige Simulationsanlage pro Jahr Kosten von 400.000 Euro verschlingt, liegt der rechnerische Betrag pro Flugminute bei zwei Euro, beim richtigen Hubschrauberflug in der Natur würden 45 Euro pro Minute anfallen. Zahlen, die auch die Abgeordneten aus München beeindruckten.

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