Die Fenster bleiben zu

Sitzungen in Zeiten der Corona-Pandemie: Tölzer Stadtrat tagt wie bisher

Der Tölzer Stadtrat tagt auch 2021 weiterhin wie gewohnt in voller Besetzung im neuen Sitzungssaal des Rathauses.
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Der Tölzer Stadtrat tagt auch 2021 weiterhin wie gewohnt in voller Besetzung im neuen Sitzungssaal des Rathauses.

Bad Tölz – Die Corona-Pandemie macht auch dem Tölzer Stadtrat zu schaffen: So ist man im vergangenen Jahr zur Vereidigung des neuen Gremiums und des Bürgermeisters im Mai ins Tölzer Kurhaus ausgewichen, um die Abstandsregeln besser einhalten zu können.

Auch im beginnenden Winter tagten die Stadträte im Kurhaus, wobei einige wohl kurz vor dem Erfrieren waren. Denn just als die Heizung einigermaßen Wärme in den normalerweise 500 Besucher fassenden Saal leitete, musste schon wieder gelüftet werden.

Inzwischen finden die Ausschuss- und Plenumssitzungen wieder normal im neuen Tölzer Rathaus-Sitzungsaal statt, der über eine moderne leistungsfähige Lüftungsanlage verfügt, sodass die Fenster im Winter zubleiben können. Eingeschränkt ist allerdings die Zahl der Besucher – meist sind es aber ohnehin nur eine Handvoll Interessenten, die ins Rathaus-Obergeschoss kommen, freilich alle mit Mund- und Nasenschutz. In der ersten regulären Sitzung im neuen Jahr, am Dienstag, ging es nun um die Entscheidung über die weitere „pandemiebedingte Tagungsform des Stadtrates“.

Geschäftsleiter Falko Wiesenhütter trug dabei dem Gremium die verschiedenen Möglichkeiten vor: Tagung in verkleinerter Besetzung, Übertragung der Entscheidungsbefugnisse auf einen Ausschuss oder die Bildung eines Ferienausschusses, der allerdings nur sechs Wochen eingesetzt werden kann.

Die von Dritten Bürgermeister Christof Botzenhart angeregte Abstimmung erbrachte das einstimmige Votum, dass man wie bisher mit allen 24 Stadträten tagen wolle. Wer Bedenken wegen der Ansteckungsgefahr habe, könne aber auch zuhause bleiben und gelte dann als „entschuldigt“.

Johanna Pfund (Grüne) will sich dennoch an das Bayerische Innenministerium wenden, um prüfen zu lassen, ob man auch „virtuell“ tagen könne – was bislang nicht zulässig ist. Karl Bock

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