Erfolgreich im ersten Weltcup Auftritt

Ski-Langlauf: Lenggrieserin Alexandra Danner erreichte in Dresden das Viertelfinale

Alexandra Danner beim Weltcup-Sprint-Wochenende in Dresden.
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Absolut zufrieden war Alexandra Danner beim Weltcup-Sprint-Wochenende in Dresden.

Dresden/Lenggries – „Alles ist gut. Vor allem freut mich meine deutliche Leistungs-Steigerung in Dresden, wo ich in diesem Winter gleich meine ersten Weltcup-Punkte eingefahren habe“, zeigt sich das Lenggrieser Langlauf-Ass Alexandra Danner durchaus zufrieden mit ihrem Platz 17, den sie beim Weltcup-Sprint-Wochenende am Samstag eingefahren hat. Noch im Vorjahr war sie an selber Stelle in der Qualifikation knapp gescheitert, als sie als 31ste im Prolog das Viertelfinale nicht erreichen konnte.

Schon zum Auftakt beim Prolog in Dresden zeigte sie, dass heuer mit ihr durchaus zu rechnen ist. Platz 16 leuchtete da auf der Anzeigentafel auf, nachdem sie den etwa 600 Meter langen Kurs zweimal umrundet hatte. „Damit durfte ich mir dann den Viertelfinal-Heat selbst aussuchen, in dem ich an den Start gehen wollte“, erklärt die Isarwinklerin. Gegen fünf internationale Konkurrentinnen musste sie da antreten. „Das war eine überaus spannende Angelegenheit und vor allem ein sehr schnelles Rennen, bei dem ich gleich hinter meiner Team-Kollegin Coletta Rydzek die Ziellinie als vierte erreichte.“ Während Letztere als „Lucky Looser“ noch ins Halbfinale rutschte, schrammte die Lenggrieserin letztlich um zwei Zehntelsekunden am Halbfinale vorbei: „In einigen anderen Viertelfinals hätte meine Zeit sogar für Platz eins oder zwei gereicht.“

Der Auftritt in Dresden war für Alexandra Danner ihr erster Weltcup der Saison 2020/21 und der zweite Wettkampf insgesamt. Bereits Anfang Dezember hatte sie im Schweizer Goms ein Rennen im Rahmen der Continental-Cup-Serie bestritten: „Da gelang mir im Sprint als vierte ein ausgezeichneter Prolog.“ Allerdings unterlief ihr bei dem Skating-Sprint ein taktischer Fehler: „Ich wollte in meinem Viertelfinale vorne weg laufen, bin aber dann im Zielsprint noch überholt worden.“ Damit war letztlich nur Rang 21 für sie herausgesprungen. Das Einzelrennen in Goms über zehn Skating-Kilometer beendete sie dann auf Platz 19.

In Sachen Gesundheit sieht es bei der heimischen Langläuferin „eigentlich“ ganz gut aus. Sie hatte sich nämlich im Oktober mit dem Corona-Virus infiziert. „Glücklicherweise hatte ich aber einen sehr milden Verlauf der Krankheit. Bei einer einfachen, normalen Erkältung geht es mir in der Regel viel schlechter.“ Der Vorteil für sie sei, dass sie jetzt ausreichend Anti-Körper im Blut habe. Zudem hatte sie leistungsmäßig keinen Nachteil durch ihre Covid 19-Erkrankung feststellen können.

Natürlich war der Weltcup heuer in Dresden unter strengen Hygiene-Regeln und ohne Zuschauer am Streckenrand abgelaufen. „Ich habe dort letztes Jahr die Stimmung miterlebt, das war schon Mega-Cool“, so die 20-Jährige. Freilich habe sie auch das Ganze ohne Fans am Streckenrand nicht arg beeinflusst: „Normalerweise laufe ich ja im wenig zuschauerträchtigen Conti-Cup. Da sind wir Athleten eh meist unter uns.“

Das große Thema dieses Winters ist für Alexandra Danner natürlich die nordische WM in Oberstdorf: „Da stehe ich zusammen mit der deutschen jungen Garde sozusagen in den Startlöchern.“ Ob es mit einer Qualifikation noch klappt steht derzeit allerdings in den Sternen, da noch nicht einmal feststeht, ob ein geplantes deutsches internes Rennen am WM-Ort Anfang Januar stattfinden kann.

Doch darüber macht sich die junge Athletin derzeit keinen Kopf. Sie freut sich erst einmal auf ein paar besinnliche Weihnachstage im Elternhaus in Lenggries. Vor allem aber auf den heutigen Mittwoch. Da kann die heimische Ausnahme-Langläuferin nämlich erst einmal ihren 21. Geburtstag feiern.

Ewald Scheitterer

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