„Keine langen Schlangen mehr“

Neue Sesselbahn: Brauneck Bergbahn GmbH will mit neuem Sechser-Sessellift konkurrenzfähig gegenüber Tiroler Skigebieten bleiben

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Landtags-Präsidentin Ilse Aigner hielt eine Ansprache bei der Eröffnung des neuen Sessellifts.

Lenggries – Der Widerspruch zwischen den Belangen des Natur- und Klimaschutzes und dem neuen Skivergnügen stand im Mittelpunkt aller Ansprachen, als jüngst der neue Sechser-Sessellift, die Schrödelstein-Bahn, auf dem Lenggrieser Brauneck offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde (wir berichteten).

Als „zukunftsweisende Investition, die eng mit dem wirtschaftlichen Erfolg der Brauneck-Bergbahnen verknüpft ist“, bezeichnete Bergbahn-Geschäftsführer Peter Lorenz das neue Großprojekt, das trotz statischer und geologischer Probleme in der Rekordbauzeit von lediglich sieben Monaten den alten Singhammer-Zweier-Sessellift ersetzte. Ohne staatliche Fördermittel habe hier die Schörghuber-Unternehmensgruppe ein dem Ballungsraum München nahes Skigebiet weiter ausgebaut und so Nachhaltigkeit bewiesen. Als „starkes Zeichen und ein Bekenntnis zur Region“, bezeichnete dann auch der bayerische Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart das Projekt: „Das Tölzer Land hat hier eines der wichtigsten Skigebiete Bayerns, das Skifahren auf höchstem Niveau für die ganze Familie ermöglicht.“ Mit diesem ganzjährigen Angebot könne man nun auch mit den Tiroler Skigebieten mithalten. 

Hier hakte dann auch Landtags-Präsidentin Ilse Aigner ein, die betonte: „Bekanntlich entsteht die ständige höchste CO2-Belastung durch die weiten Anfahrten der Skifahrer.“ Zudem würdigte sie die Lebensleistung des 84-jährigen Skipioniers Sepp Singhammer, der vor Jahrzehnten mit dem Bau seiner Skilifte die touristische und skifahrerische Erschließung des hinteren Braunecks erst möglich gemacht hätte.“ 

„Das Brauneck ist für uns ein Lebensgefühl. Das ist unser Hausberg, auf dem auch ich das Skifahren gelernt habe“, betonte dann auch Landrat Josef Niedermaier. Die Baugenehmigung sei zwar vor dem Zwiespalt der gesellschaftlichen Diskussion für seine Behörde eine „schwierige Abwägung“ gewesen, doch mit dem neuen Sessellift wurde ein nachhaltiger Lebensraum geschaffen. 

Als „richtig und wichtig“ bezeichnete dann Bürgermeister Werner Weindl die Entscheidung der Bergbahn AG die Singhammerlifte zu übernehmen, „auch wenn heutzutage alles kritisiert wird“. So betonte er, dass im Winter hier oben ein paar hundert Menschen Lohn und Brot fänden, „und die Gemeinde freut sich zudem über erhebliche Steuereinnahmen.“ Mit dem Wunsch auf zahlreiche, wunderschöne und möglichst unfallfreie Skitage, schloss der Rathauschef: „Mit der neuen Sechser-Sesselbahn, die pro Stunde bis zu 2.400 Personen befördern kann, dürften die langen Schlangen an der Finstermünz-Bahn endgültig der Vergangenheit angehören.“ ejs

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