Sondersignal-Fahrt-Trainer: Feuerwehrkräfte üben am Simulator

Sicher zum Einsatzort

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Einsatzfahrten mit Sondersignalen übten Feuerwehr-Maschinisten aus dem Landkreis – abe auch Kreisbrandrat Karl Murböck – im Simulator.

Landkreis – Blaulicht, Martinshorn, Funksprüche und natürlich viel Straßenverkehr. Einsatzfahrten sind für Rettungskräfte purer Stress. Umso wichtiger, dass dann der Kopf ruhig bleibt.

Denn nur so gelingt es, sicher am Einsatzort anzukommen, ohne selbst noch einen Unfall verursacht zu haben. Für den Ernstfall trainiert haben nun 48 Maschinisten der Feuerwehren aus dem Landreis: In einem Fahrsimulator, dem so genannten Sondersignal-Fahrt-Trainer. Keine Rettungsgasse vor einer roten Ampel, nur die Gegenfahrbahn ist frei. In Sekundenschnelle muss der Feuerwehrmann bei der Einsatzfahrt entscheiden, wie er sich verhält. Der Proband im Landratsamt entscheidet sich für die Gegenfahrbahn. Die ist da zwar noch frei, doch innerhalb weniger Sekundenbruchteile kommt ein abbiegendes Fahrzeug auf das Feuerwehrauto zugefahren. Später, in einer gemeinsamen Analyse mit Fahrtrainer Reiner Greif, wird dann allen sechs Teilnehmern dieses Trainings klar: Besser wäre gewesen, mit Ruhe hinter die stehenden Fahrzeuge zu fahren, „die dann sicher zur Seite hätten fahren können“, so Greif. Denn trotz der gebotenen Eile: Überstürzt werden muss auch auf der Einsatzfahrt nichts. Schon deshalb nicht, weil der Maschinist auch die Verantwortung der mitfahrenden Kameraden trägt. Greif ist die Komplexität der Materie freilich klar. Die Feuerwehrkräfte sind meist keine Berufskraftfahrer. Mit Privat-Pkw eilen sie zum Feuerwehrhaus, steigen fast nahtlos in die tonnenschweren Einsatzfahrzeuge um. „Und hier auch oft auf unterschiedliche“, so Greif. Denn nicht jeder Feuerwehrler fahre immer das gleiche Fahrzeug. Im Straßenverkehr bedarf es schon viel Gespür für mögliche Gefahrensituationen. „Am besten ist es, die Gefahren zu erahnen“, so Greif zu den Teilnehmern. Die fühlten sich nach den detaillierten Instruktionen des Fachmanns bei der zweiten Fahrt schon viel sicherer, was die Videoanalyse prompt belegte. Dass auch Kreisbrandrat Karl Murböck viel von diesem Training hält, zeigte sich schon daran, dass er zum Auftakt gleich selbst Platz im Simulator nahm. tka

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