Soziale Projekte mit regionaler Ausstrahlung

Nicht mehr nach dem Gießkannenprinzip werden die freiwilligen Leistungen für Vereine und Verbände ausgeschüttet, seit 2011 gelten neue Richtlinien, denen die Antragssteller entsprechen müssen. „Durch die Satzung sollen ehrenamtliche Projekte mit einem regionalen Bezug zu Geretsried gefördert werden“, erklärte der dritte Bürgermeister Robert Lug im Rahmen der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Senioren, Soziales, Kultur und Sport (JUSSKUS) am Dienstag vergangener Woche.

Weil diese Kriterien von Lebenshilfe, BRK, der Selbsthilfegruppe für Krebsnachsorge und der katholischen Ehe-, Partnerschafts- und Familienberatung nicht erfüllt wurden, stellte der JUSSKUS deren Anträge zurück. Sonja Frank (Freie Wähler) sieht allerdings bei diesen antragstellenden Institutionen gewisse Probleme, projektbezogen das Geld einzusetzen. Zwar sei in der Vergangenheit recht großzügig mit Zuschüssen umgegangen, „aber das BRK erbringt Leistungen, die eine Stadt niemals erfüllen könnte“, gab Sabine Gus-Mayer (CSU) zu bedenken. Schon in Anbetracht der bescheidenen Summe von 250 Euro, um die die Krebsnachsorge bittet, wäre Edith Peter (SPD) bereit, ein „Auge zuzudrücken“. „Wir werden mit den Antragsstellern in Kontakt treten, dass sie ihre Bitten umformulieren“, schlug Lug vor. Er hegt jedoch keine Zweifel, dass die Anträge inhaltlich förderfähig sind. Über dreimal 300 Euro darf sich die Barlow-Widmann-Stiftung freuen. Im Kunstbunker sind im April/Mai die Arbeiten von Gudrun von Rimscha zu sehen. Juni/Juli folgen Skulpturen und Zeichnungen des Tölzer Bildhauers Bernhard Apfel. Die Ausstellung „Zeitgenössische Innovationen“ angewandte Kunst im Oberland ist für September geplant. Diese Veranstaltungen überzeugen Hans Kettelhut durch Ausstrahlungskraft, „sie sind sehr wichtig für die Stadt.“ Volker Witte (Grüne) weiß, dass Widmann Ausgaben hat, „für mich geht das in Ordnung.“ Für den am 25. März stattfindenden Nationalfeiertag der griechisch-orthodoxen Gemeinde mit Ausstellung und Darbietungen wurden 1.000 Euro bewilligt. Die griechische Gemeinde feiert das 40-jährige Abkommen mit der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde der Petruskirche in Zusammenarbeit mit der Stadt. Für den Betrag müssen Verwendungsnachweise vorgelegt werden. 500 Euro gibt es für die Brauchtumsgruppe Gelting, zur Erneuerung des Außenstrahlers an der Kirche St. Benedikt. „Die Kirche zahlt bereits die Stromkosten und die Reparaturkosten des Strahlers, die sich belaufen auf 1.200 Euro“, erklärte Wolfgang Lorz (FW). „Die angestrahlte Kirche ist das Wahrzeichen Geltings und repräsentiert die Verbundenheit mit der Stadt Geretsried“, warb Franz Wirtensohn (CSU) um Zustimmung. Mit drei Geschichten sind Geretsrieder Handwerksbetriebe im Buch, „Amboss, Zwirn und Flößerhack“ verewigt, das vom Historischen Verein Wolfratshausen herausgegeben wurde. So wird, laut Beschluss, in fünf weitere Exemplare von je 24,90 Euro investiert. Die ehemaligen Heimatvertriebenen und die Stadt Geretsried möchten den Geltingern für die damals geleistete Hilfe danken. Die Stadt wird gebeten, den Standort für einen Obelisken zu stellen und die Erdarbeiten zu übernehmen, das Denkmal sei bereits durch eine Spende bezahlt worden. Laut Beschlussvorschlag soll die Verwaltung die Kosten ermitteln. Und für die Integrationsmaßnahme „Sprachförderung für Migranten an der Hauptschule Geretsried“ bewilligte der JUSSKUS einen Betrag in Höhe von 2.500 Euro.

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