Frank fordert Umgestaltung der Busse

Sozialreferentin wünscht sich mehr Platz für Kinderwagen und Rollatoren

+
Im Berufsverkehr finden Mutter mit Kinderwagen oder Senioren mit Rollatoren oft keinen Platz mehr im Stadt- oder Regionalbus.

Geretsried – Im Rahmen ihres Jahresberichts im Stadtrat berichtete die Referentin für Soziales und Integration Sonja Frank unter anderem über die Probleme der Asylbewerber bei der Wohnungssuche und forderte zudem eine Umgestaltung der Busse.

„Ich höre immer wieder Klagen, dass Mütter mit Kinderwagen oder Senioren mit Rollatoren nicht in den Bus kommen, weil dort kein Platz mehr für sie ist“, berichtete Sonja Frank. Sie wünscht sich deshalb, dass in den öffentlichen Verkehrsmitteln mehr Freiraum geschaffen wird. Dafür müsste allerdings die Zahl der Sitzplätze reduziert werden.

Seniorenreferentin Dr. Sabine Gus-Mayer berichtete, dass in ihrer Seniorensprechstunde ähnliche Klagen an sie herangetragen wurden. Professor Dr. Detlev Ringer (Bündnis 90/Grüne) empfahl, sich ein Beispiel an den Münchner U- und S-Bahnen zu nehmen. „Die sind so gestaltet, dass mehr Personen mit Rollstühlen oder Kinderwagen Platz finden“, erklärte Ringer. Bürgermeister Michael Müller (CSU) gab zu bedenken, dass die Stadt in dieser Hinsicht nur begrenzten Einfluss habe.

Bei der nächsten Ausschreibung zur Vergabe der Stadtbusverkehrs könnten lediglich Anregungen gegeben werden. Hinzu kommt, dass die in Geretsried fahrenden Regionalbuslinien vom Landratsamt betrieben werden.

In ihrem Jahresbericht wies Frank zudem auf die Situation der in Geretsried lebenden Asylbewerber hin. „Momentan ist es ein Problem, dass verschiedene Familienmitglieder nicht den gleichen Aufenthaltsstatus haben“, berichtete sie. Bürgermeister Michael Müller bestätigte in diesem Zusammenhang, dass in den Asylbewerberunterkünften derzeit viele „Fehlbeleger“ untergebracht sind.

Diese anerkannten Flüchtlinge, müssten eigentlich aus den Heimen ausziehen, finden auf dem freien Wohnungsmarkt aber keine Bleibe. „Sie hören von Vermietern immer wieder, dass Asylbewerber unerwünscht sind: Das schafft Frust“, stellte Frank fest. Auch wenn das Thema Asyl in den Medien derzeit keine Priorität habe, bestehe auch in Geretsried weiterhin Bedarf an ehrenamtlichen Helfern.ph

_____________________________

Interessierte können sich bei der städtischen Asyl-Koordinatorin Suzan Jarrar unter Tel. 08171/62 98 – 191 oder via E-Mail an suzan.jarrar@geretsried.de melden.

Auch interessant

Meistgelesen

Wiederauflage von „Grün kaputt“ im Kloster Beuerberg zu sehen
Wiederauflage von „Grün kaputt“ im Kloster Beuerberg zu sehen
Unternehmerfamilie Tien will Vier-Sterne-Hotel auf Wackersberger Höhe errichten
Unternehmerfamilie Tien will Vier-Sterne-Hotel auf Wackersberger Höhe errichten
Stadt Bad Tölz stellt Planung zum Baugebiet „Hintersberg II“ (Zwickerwiese) vor
Stadt Bad Tölz stellt Planung zum Baugebiet „Hintersberg II“ (Zwickerwiese) vor
Wirtschaftsstandort Lenggries präsentiert sich bei Gewerbeschau von seiner besten Seite
Wirtschaftsstandort Lenggries präsentiert sich bei Gewerbeschau von seiner besten Seite

Kommentare