Spende zur Beatmung

Hilfeaktion an die Kreisklinik Wolfratshausen für Covid-19 Erkrankungen

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Aus den Erfahrungsberichten bei Covid-19 Patienten ist eine kontrollierte Beatmung über Beatmungsschläuche vielfach notwendig.

Wolfratshausen - Der Grundsatz des Vereins der Freunde der Kreisklinik Wolfratshausen ist – die Klinik in Ihrer Arbeit zum Wohle der Patienten aber auch die Ärzte und Pflegekräfte zu unterstützen.

Derzeit ist die Situation ist aufgrund der Corona-Krise sehr angespannt. In der vergangenen Zeit konnte der Verein Freunde der Kreisklinik verschiedene Beatmungsgeräte durch hohe Spendenbeiträge mitfinanzieren.Diese Investitionen kommen jetzt voll zum Tragen. Die Behandlung der Patienten bei einer Intubation ist zudem besonders Wichtig. 

„Deshalb hat unser Verein auch mit der finanziellen Unterstützung eines Mitglieds mit einer großzügigen Spende beschlossen, der Klinik eine weitere Behandlungshilfe gerade für Covid-19 Erkrankungen zu finanzieren“, berichtet Gerhard Hasreiter, der Vorstand des Vereins der Freunde der Kreisklinik.

Die Covid-19 Viruserkrankung werde primär über die Atemwege übertragen, erklärt Josef Orthuber, ärztlicher Direktor und Chefarzt für Anästhesie. Der Anästhesist muss sich im Rahmen einer konventionellen Intubation sehr nahe über den Mund-Nasenbereich des Patienten beugen. Daraus resultiert ein erhebliches Infektionsrisiko für Anästhesisten. Mit der sogenannten Videolaryngoskop kann der Anästhesist seinen Abstand zum Mund-Nasenbereich des Patienten vergrößern, was zu einer möglichen Infektionsvermeidung beitragen könnte.

Des Weiteren ist der Einsatz einer Videolaryngoskopie schonender für den Patienten. „Bei bestehenden Infektion der Atemwege sind die Schleimhäute vielfach angeschwollen, sodass der Blick auf den Kehlkopf und die Stimmbänder behindert ist“, so Orthuber weiter. Die Videolaryngoskopie ermöglicht ein deutlich verbessertes Blickfeld auf diese, was eine schonendere Intubation ermöglicht. Da bei älteren Patienten eine Überstreckung des Halses häufig nicht mehr ausreichend möglich sei, sodass eine konventionelle Intubation an ihre Grenzen stößt. „Durch die Videolaryngoskopie ist eine Überstreckung des Halses nicht mehr notwendig.“

Wie Erfahrungsberichte zeigen sei gerade bei Covid-19 Patienten eine kontrollierte Beatmung über Beatmungsschläuche vielfach notwendig. „Die Intubation wird vor allem deswegen durchgeführt, um eine Weiterverbreitung der Keime über Aerosole zu vermeiden“, sagt Orthuber. „Die Anschaffung dieses hochmodernen Intubationsinstrumentariums ist deshalb in der momentanen Situation besonders hilfreich und sinnvoll.“

„Wir unterstützen wiederum die Ärzte und vor allem die Patienten in dieser schweren Zeit“, betont Gerhard Hasreiter und ruft deshalb zur finanziellen Hilfe für die medizinische Anschaffung auf: „Da damit aber nicht alle Probleme in diesem Zusammenhang gelöst scheinen und noch eine weitere schwere Zeit auf uns alle zukommt, möchte ich zur Finanzierung weiterer Maßnahmen für die Covid-19 Erkrankten um Spenden bitten.“ dwe

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Spendenaktion des Vereins der Freunde der Kreisklinik an die Kreisklinik Wolfratshausen zu Covid-19 Erkrankungen: Konto bei der Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen: IBAN DE19 7005 4306 0000 0422 42.

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