Neues Dach fürs Eisstadion

Dach für Eisstadion: Spielbetrieb für den ESC soll am 15. November beginnen

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Auf das Geretsrieder Eisstadion wird derzeit ein wärme- und schallgedämmtes Holzdach mit Zinkblech montiert.

Geretsried – Die Sanierungsarbeiten am Heinz-Schneider-Eisstadion sind seit Anfang März in vollem Gange. Nun wurden die sogenannten Dachbinder zusammengebaut und mit einem Kran über die künftige Spielfläche gehoben.

„Wir tun alles dafür, dass der Spielbetrieb der Geretsrieder River Rats am 15. November starten kann“, versprach Bauleiter Klaus Siedhoff vom Münchner Architekturbüro Kiessler. Zusammen mit Christoph Otawa vom Stadtbauamt erklärte er die anspruchsvollen Bauarbeiten für das Geretsrieder Eisstadion.

Demnach wird das hölzerne Tonnendach, das eine Spannweite von rund 44 Metern hat, an seiner höchsten Stelle etwa 15 Meter über der Eisfläche liegen. Fixiert an Betonträgern und getragen an Pendelstützen, gewährleistet es auch bei starken Schneefällen Stabilität. Anfang September wurden die Holzteile angeliefert, die am Parkplatz vor der Baustelle zu elf Bindern zusammengebaut wurden. Ein Binder wiegt 16 Tonnen und besteht aus zwei gebogenen Längsbalken sowie 20 Querstreben – auch Pfetten genannt.

Mithilfe eines Spezialkrans wurde die Konstruktion schließlich über die Spielfläche gehoben und schließlich eingesetzt. Darauf wird später ein wärme- und schallgedämmtes Holzdach mit Zinkblech montiert.

Christoph Otawa räumte ein, dass es nach der Eröffnung des Stadions im November noch einiges zu tun gibt. So werden sich die Arbeiten am Stüberl und in den Umkleidekabinen voraussichtlich noch länger hinziehen. „Ein Umbau ist immer schwieriger als ein Neubau“, erklärte Siedhoff. So wurden während der Bauarbeiten Schadstoffe im Untergrund gefunden, die es zu beseitigen galt. Zudem entwendeten Diebe wertvolle Kupferkabel.

Läuft alles nach Plan, kann nun am Donnerstag, 17. Oktober, Richtfest gefeiert werden. Die Kosten für die Einhausung bezifferte Otawa auf rund 1,7 Millionen Euro. Die Gesamtkosten für die Sanierung des Eisstadions wurden vor einem halben Jahr auf etwa 8,1 Millionen Euro geschätzt. Eine aktuelle Kostenberechnung soll dem Stadtrat demnächst vorgelegt werden.

Der ESC River Rats Geretsried hofft nun, dass der Zeitplan auf der Baustelle eingehalten werden kann und dort ab Mitte November der Spiel- und Trainingsbetrieb beginnen kann. Wie im Gelben Blatt berichtet wird die Erste Mannschaft ihre ersten Heimspiele in Mittenwald austragen. Das Training findet in Bad Tölz statt. Ein längerfristiges Ausweichen wäre mit hohen Kosten verbunden und selbst den leidensfähigen Geretsrieder Eishockeyfans kaum zuzumuten. Peter Herrmann

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